NitrOlympX 2026 // Europarekord und Action vor vollen Tribünen

  • Mehr als 47.000 Besucher am Wochenende, ausverkaufte Nightshow
  • Luke Farrugia stellt neuen Europarekord im Funny Bike auf
  • Widrige Umstände beenden die Durchführung von Finalläufen

Die 39. Ausgabe der NitrOlympX vom 21. bis 23. August 2026 hat erneut eindrucksvoll gezeigt, warum das traditionsreiche Drag-Racing-Event zu den Höhepunkten des europäischen Motorsports zählt. Trotz des stark verregneten Freitags konnten die NitrOlympX das Rekordniveau von 2025 noch einmal leicht steigern und erneut mehr als 47.000 Besucher am Hockenheimring begrüßen. Einen besonderen Höhepunkt erlebten die Fans am Samstagabend: Die atemberaubende Nightshow war ausverkauft und bot vor einzigartiger Kulisse und spektakulär illuminiert Motorsport-Action bis in den späten Abend.

Auch sportlich hatten die NitrOlympX einiges zu bieten. Ein neuer Europarekord im Funny Bike, Top-Fuel-Dragster mit mehr als 400 km/h, zahlreiche Bestzeiten und packende Duelle sorgten für ein Wochenende voller Höhepunkte. Wetterbedingte Unterbrechungen und technische Zwischenfälle stellten Fahrer, Teams und Streckenpersonal dabei immer wieder vor Herausforderungen. Das vorzeitige Ende zahlreicher Finals am Sonntag verhinderte zwar einen vollständigen sportlichen Abschluss in allen Klassen, konnte den insgesamt starken Eindruck der Veranstaltung jedoch nicht trüben.

Neuer Europarekord und Topzeiten

Das herausragende sportliche Ergebnis des Wochenendes gelang am Samstag dem Malteser Luke Farrugia. In der ersten Qualifikationsrunde der FIM Europe Top Fuel Bike stellte Farrugia mit 6,146 Sekunden bei 356,34 km/h einen neuen Europarekord für Funny Bikes auf. Er unterbot damit die bisherige Bestmarke von 6,181 Sekunden des Briten Stuart Crane.

In der FIA Top Fuel Dragster-Klasse dominierte die Schweizerin Jndia Erbacher die Qualifikation. Ihre gefahrene Zeit von 4,053 Sekunden bei 400,11 km/h blieb ungeschlagen. Im Finale hätte die Lokalmatadorin auf die amtierende Europameisterin Susanne Callin aus Schweden treffen sollen.

Auch der Deutsche Timo Habermann, der in dieser Saison ein großartiges Comeback nach sechsjähriger Pause feiert, überzeugte in FIA Top Methanol mit mehreren Läufen im 5,3-Sekunden-Bereich, während es die beiden Schweden Tony Bryntesson und Johnny Lagg ins Finale schafften.

Für weitere Spitzenleistungen sorgten der mehrfache Europachampion Jimmy Ålund in der Autoklasse FIA Pro Stock mit 6,596 Sekunden bei 338,51 km/h, Michel Tooren in der Pro Modified-Klasse mit 5,815 Sekunden bei 394,08 km/h und der Däne Marcus Christiansen, der in FIM Supertwin-Bikeklasse im Halbfinale am Sonntag 6,146 Sekunden bei 366,56 km/h fuhr – nur rund fünf km/h unter dem europäischen Geschwindigkeitsrekord.

Spektakuläre Szenen auch in den Sportsman-Klassen

Bei den Junior Dragstern setzte die Britin Amelia Innes am Samstag mit einer perfekten Reaktionszeit von 0,000 Sekunden ein besonderes Ausrufezeichen. Am Freitag hatte bereits Lenny Fässler mit 0,006 Sekunden die Qualifikation angeführt.

Eine der Geschichten des Wochenendes schrieb der Brite Jack Williams: Nach einem Unfall am Freitag reparierte sein Team die Pro-Comp-Corvette über zehn Stunden. Am Samstag kehrte Williams zurück und verbesserte seine Zeit auf 7,322 Sekunden bei 304,45 km/h. Für Aufsehen sorgte außerdem ein spektakulärer Zwischenfall von Robert Jongen, dessen VW Käfer der Klasse Super Pro ET beim Start ein Hinterrad verlor. Jongen blieb unverletzt.

Keine Finalläufe in allen Klassen

Der Rennsonntag begann bei sonnigem Wetter und zunächst nach Plan. In mehreren Klassen standen hochklassige Halbfinals und Finals bevor. Doch im Verlauf des Tages führten zwei schwere Ölspuren zu erheblichen Verzögerungen.

Besonders folgenreich war der Vorfall im Funny-Bike-Finale: Die Suzuki von Stefan Hagenstein hinterließ eine lange und aufwendig zu beseitigende Ölspur auf der Strecke. Die umfangreichen Reinigungsarbeiten führten dazu, dass das von den örtlichen Behörden aus Immissionsschutzgründen festgelegte Zeitfenster bei einer Fortsetzung der Finalläufe überschritten worden wäre.

Die Rennleitung musste deshalb die Veranstaltung beenden. Damit konnten zahlreiche bereits angesetzte Finals, darunter die Endläufe in mehreren FIA- und FIM-Klassen, nicht mehr gestartet werden. Die NitrOlympX 2026 endeten somit mit zahlreichen offenen Finalpaarungen anstelle eines vollständigen Klassements.

„Natürlich hätten wir uns für die NitrOlympX ein anderes Ende gewünscht. Gerade weil die Strecke an diesem Wochenende wieder einmal hervorragende Voraussetzungen für spektakuläre Rennen geboten hat und Fahrer, Teams, Helfer und unsere gesamte Organisation über Monate hinweg unglaublich viel Arbeit in diese Veranstaltung gesteckt haben. Am Ende hatten wir jedoch durch das Wetter und die daraus entstandenen Verzögerungen, die sich durch das ganze Wochenende zogen, sowie weitere Widrigkeiten wie Oil Downs schlicht nicht mehr genügend Zeit, um die noch ausstehenden Finals innerhalb des vorgegebenen Zeitfensters auszutragen“, sagt Jochen Nerpel, Geschäftsführer der Hockenheim-Ring GmbH.

Sein Geschäftsführerkollege Jorn Teske ergänzt: „Umso mehr freuen wir uns über die großartige Resonanz des Publikums. Erneut mehr als 47.000 Besucher über das Wochenende und eine ausverkaufte Nightshow sind ein starkes Signal und zeigen, welche Bedeutung die NitrOlympX für die Fans haben. Dass wir trotz des verregneten Freitags den Besucherrekord aus dem Vorjahr leicht übertreffen konnten, ist eine großartige Bestätigung für die Veranstaltung und das gesamte Team, das das möglich macht. Und im kommenden Jahr wartet mit der 40. Ausgabe der NitrOlympX ein ganz besonderer Meilenstein auf uns. Ohne zu viel zu verraten: Das Jubiläumsevent 2027 wird mit noch mehr Highlights aufwarten und das diesjährige Event nochmals toppen – darauf freuen wir uns schon jetzt sehr.“

Nightshow sorgt für Action auf der Strecke und in der Luft

Als am Samstagabend die Lichter im Motodrom angingen, war die Stimmung auf den voll besetzten Tribünen auf dem Höhepunkt: Die ausverkaufte Nightshow bot den Besuchern eine einzigartige Mischung aus Motorsport und Entertainment. Nach der spektakulären Landung der Fallschirmspringer des Aero Clubs Walldorf sorgte die FMX-Show von Red Bull auf absolutem Weltklasseniveau für den ersten Adrenalinschub. Es folgte eine fesselnde Inszenierung mit Luftakrobatik von Marlene Kiepke, spektakulären Läufen von Top-Fuel-Dragstern und Bikes sowie Auftritten der Jet-Dragster „Patriot“, „Armageddon“ und „Fire Storm“, des Jet-School-Busses von Gerd Habermann und schließlich dem Duell zwischen „Fire Storm“ und dem Jet Funny Car „Dragon Hunter“. Für zusätzliche Action sorgte u.a. die Terry Grant Stunt Show, bevor eine bombastische Lightshow samt großem Feuerwerk den Abend krönte.

Die Jubiläumsausgabe zur 40. Austragung der NitrOlympX findet vom 20. bis 22. August 2027 statt. Der Vorverkauf ist bereits gestartet. Weitere Informationen und alle Ergebnisse unter: www.nitrolympx.de

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