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Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde in Hockenheim mit erstem Matchball

  • Audi-Duo kann sich vorzeitig den ADAC GT Masters-Titel sichern
  • Gesamtzweite Kirchhöfer/Pommer wollen beim Corvette-Heimspiel Titelrennen offenhalten
  •  Mehrere weitere Fahrer noch mit Außenseiterchancen auf die Meisterschaft

München. Spannung pur in Hockenheim: Beim vorletzten Saisonwochenende des ADAC GT Masters
könnte am kommenden Wochenende (13.–15. September) eine Entscheidung im Titelkampf fallen.
Die Audi-Piloten Patric Niederhauser (27/CH) und Kelvin van der Linde (23/ZA, beide HCB-Rutronik
Racing) reisen zum sechsten von sieben Saisonläufen mit einem Punktepolster von 40 Zählern – doch
bei 100 noch zu vergebenden Punkten will die Konkurrenz von Corvette, Audi und Lamborghini
zurückschlagen und die Titelentscheidung auf das Finalwochenende auf dem Sachsenring vertagen.
SPORT1 überträgt die beiden Rennen live und in voller Länge. Am Samstag beginnt der erste
Durchgang um 14.45 Uhr, Sonntag startet das zweite Rennen bereits um 13.00 Uhr. Außerdem sind
die Rennen online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu
sehen.

Keyfacts Hockenheimring, Hockenheim, Saisonläufe 11 und 12 von 14

  • Streckenlänge: 4.574 Meter
  • Layout: 17 Kurven (neun Rechts-, acht Linkskurven), im Uhrzeigersinn befahren
  • Sieger 2018, Rennen 1: Marvin Kirchhöfer/Daniel Keilwitz (Callaway Competition, Corvette C7 GT3-R)
  • Sieger 2018, Rennen 2: Sheldon van der Linde/Kelvin van der Linde (Montaplast by Land-Motorsport, Audi R8 LMS)
  • ADAC GT Masters in Hockenheim im TV: Beide Rennen werden live bei SPORT1 am Samstag und am Sonntag übertragen.

144 Punkte haben die Tabellenführer Niederhauser und van der Linde auf ihrem Konto – und liegen damit genau 40 Zähler vor der engsten Konkurrenz. Sollte das Audi-Duo das Polster in Hockenheim auf mindestens 51 Punkte ausbauen, ist ihm der Titel nicht mehr zu nehmen. Während es für Niederhauser der erste Titel in der „Liga der Supersportwagen“ wäre, würde sich sein Teamkollege
bereits zum zweiten Mal zum Champion krönen: Van der Linde gewann 2014 zusammen mit DTMStar
René Rast mit 18 Jahren als bisher jüngster Pilot den Titel im ADAC GT Masters. „Es sind zwar nur
noch vier Rennen und Kelvin und ich haben einen akzeptablen Vorsprung in der Meisterschaft“, sagt
Niederhauser. „Aber genauso, wie wir den Sack zumachen und den Titel auf dem Hockenheimring für
uns entscheiden können, können wir auch die Führung verlieren. Deswegen gilt es für uns, jede
Session, jedes Qualifying und jedes Rennen für sich zu nehmen, konzentriert zu arbeiten und das
Maximum herauszuholen. Wir wissen, dass es schwierig werden wird, weil vor allem die Corvettes
sehr stark sein werden. Wenn wir unseren Job erledigen, sollten aber zwei Top-5-Plätze möglich
sein.“

Die Topbesetzung der angesprochenen Corvettes sind Markus Pommer (28/Neckarsulm) und Marvin
Kirchhöfer (25/Luzern), die für den aus dem baden-württembergischen Leingarten stammenden
Rennstall Callaway Competition antreten. Als aktuelle Tabellenzweite sind die dreimaligen
Saisonsieger mit insgesamt 104 Punkten die härtesten Verfolger von Niederhauser und van der Linde
im Titelkampf. Trotz ihres Punkterückstandes hat das Corvette-Duo noch längst nicht aufgegeben.
Dass Pommer und Kirchhöfer über großen Kampfgeist verfügen, zeigten sie zuletzt bereits auf dem
Nürburgring: Auf dem Eifelkurs mussten sie nach zwei unglücklich verlaufenen Qualifyings von weit
hinten starten, machten aber dank zweier starker Aufholjagden in den Rennen insgesamt 30
Positionen gut und wahrten somit ihre Titelchancen. „Wir werden alles dransetzen, unseren
Punkterückstand zu verringern“, sagt Lokalmatador Pommer, der nur rund 60 Kilometer von
Hockenheim entfernt in Neckarsulm lebt. „Wir wollen im Titelrennen bleiben und dürfen uns daher
keine Fehler erlauben. Wir werden bis zum Schluss kämpfen, denn im Motorsport kann viel
passieren. Das habe ich im vergangenen Jahr selbst erfahren, als Maximilian Götz und ich die
Meisterschaft angeführt haben, aber nach drei Nullern in den letzten vier Rennen den Titel noch
verloren. Hockenheim ist unsere Heimstrecke, sie liegt uns. Wir haben dort schon getestet und
sollten gut aussortiert sein. Zudem haben Marvin und Callaway dort im vergangenen Jahr gewonnen.
Ich bin zuversichtlich.“

Mit insgesamt 97 Punkten sind Max Hofer (20/A) und Christopher Mies (30/Heiligenhaus, beide
Montaplast by Land-Motorsport) aktuell Tabellendritte, Hofer führt zudem die Pirelli-Junior-Wertung
für Nachwuchsfahrer an. Die Audi-Piloten haben den Titelkampf noch nicht aufgegeben, schätzen
ihre Chancen aber realistisch ein: „Unter normalen Umständen ist in Richtung Titel nicht mehr viel
machbar, aber nichts ist unmöglich. Das haben die vergangenen Jahre gezeigt“, so Mies, der
zusammen mit Hofer 2019 noch sieglos ist, aber konstant gepunktet hat. „Wir gehen die Sache ganz
unbefangen an. Unser Team macht einen guten Job und wir waren zuletzt immer vorn dabei. Es geht
darum, möglichst viele Punkte einzufahren, denn wir wollen auf jeden Fall am Saisonende unter den
Top drei der Meisterschaft liegen. Deswegen hoffe ich, dass wir in den verbleibenden Rennen noch
mehrmals auf das Podium fahren.“

Zu den Siegkandidaten in Hockenheim zählen auch die drei Lamborghini Huracán GT3 Evo von
Orange1 by GRT Grasser. Das Aufgebot der Österreicher, die zuletzt auf dem Nürburgring zwei Mal
siegten und die Tabellenspitze in der Teamwertung übernahmen, wird von den zweimaligen
Saisonsiegern Christian Engelhart (32/Starnberg) und Mirko Bortolotti (29/I) angeführt, die auf dem
vierten Gesamtrang liegen. Das deutsch-italienische Duo hat 92 Punkte auf seinem Konto, drei Zähler
weniger haben ihre Teamkollegen Rolf Ineichen (41/CH) und Franck Perera (35/F, beide Orange1 by
GRT Grasser) auf Rang fünf in der Punktetabelle. Gesamtsechste sind David Jahn (28/Leipzig) und
Sven Barth (38/Eberbach, beide RWT Racing), in der zweiten Corvette C7 GT3-R im Feld. Routinier
Barth könnte sich in Hockenheim vorzeitig den Titel in der Pirelli-Trophy-Wertung für Nicht-Profis
sichern.

Auf ein gutes Ergebnis hofft in Hockenheim auch Jens Klingmann. Der gebürtige Heidelberger, der im
Juni zusammen mit MRS-GT-Racing-Teamkollege Nicolai Sylvest das Samstagsrennen auf dem Red
Bull Ring gewann, rechnet sich bei seinem Heimspiel in Baden einiges aus – zumal der BMW M6 GT3
in den vergangenen Jahren in Hockenheim ebenfalls immer ein Kandidat für Podestplätze war. „Der
Kurs sollte uns auf jeden Fall liegen“, so der 29-Jährige.

Mit der neuen ADAC GT4 Germany, den Tourenwagen der ADAC TCR Germany, den Youngstern der
ADAC Formel 4 sowie dem spektakulären Porsche Carrera Cup Deutschland gibt es für die Zuschauer
in Hockenheim ein umfangreiches Motorsportpaket zu sehen. Beim Pitwalk (Samstag, 12.30–13.00
Uhr und Sonntag, 10.05–10.35 Uhr) können die Zuschauer zudem in der Boxengasse hinter die
Kulissen des ADAC GT Masters blicken. Autogrammsammler können sich auf das Meet the Drivers
(Samstag, 17.30–18.00 Uhr) vor der ADAC Hospitality freuen.

Termine ADAC GT Masters 2019
26. – 28.04.2019 Motorsport Arena Oschersleben
17. – 19.05.2019 Autodrom Most (CZ)
07. – 09.06.2019 Red Bull Ring (A)
09. – 11.08.2019 Circuit Zandvoort (NL)
16. – 18.08.2019 Nürburgring
13. – 15.09.2019 Hockenheimring Baden-Württemberg
27. – 29.09.2019 Sachsenring

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