DTM-Finale // Porsche-Ass Thomas Preining: „Uns steht eine Mammutaufgabe bevor!”

  • Hochspannung vor dem DTM-Saisonfinale 2026 vom 9. bis 11. Oktober auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg
  • Thomas Preining (Porsche), Maro Engel (Mercedes-AMG) und Marco Wittmann (BMW) haben die besten Chancen auf die DTM-Krone
  • Die Fans sind bei der Meisterfeier am Sonntag hautnah dabei; auch in den
    Rahmenserien fällt die Entscheidung erst in Hockenheim

Zwei ehemalige Champions und ein echter Routinier sind die Protagonisten des Titelkampfs in der DTM-Saison. Zwar können sich noch sechs Piloten den Meistertitel sichern, doch Thomas Preining (Manthey Racing / Porsche 911 GT3 R), Maro Engel (Mercedes-AMG Team Winward / Mercedes-AMG GT3) und Marco Wittmann (Schubert Motorsport / BMW M4 GT3) haben die besten Chancen, den Titel unter sich auszumachen. Vor allem für Preining wirkt die Ausgangslage rosig.

Nach einem starken Saisonstart verliefen die folgenden Rennwochenenden zwar eher zäh für den DTM-Champion von 2023. Doch in der zweiten Saisonhälfte drehte der Porsche-Pilot so richtig auf. In den letzten sechs Rennen stand der Österreicher jedes Mal auf dem Treppchen, startete viermal aus der ersten Reihe und buchte insgesamt 137 von 168 maximal erreichbaren Punkten auf sein Konto. Weil die direkte Konkurrenz im Gegenzug schwächelte, geht der Manthey-Pilot mit einem Vorsprung von 23 Zählern ins Finalwochenende auf dem Hockenheimring. Alles gelaufen, sollte man meinen.

„So zu denken, wäre gefährlich”, warnt Thomas Preining. „Wir haben ja gesehen, wie schnell 20 Punkte oder mehr in der DTM verloren sein können. Ein kleiner Fehler, und der Vorsprung ist weg. Wir müssen hundertprozentig bei der Sache sein und das Maximum aus unserem Paket herausholen – wie an jedem Wochenende. Die letzten Rennen sind gut gelaufen. Wir haben aber auch in der übrigen Saison immer das Beste herausgeholt. So ist die DTM nun einmal. Es geht extrem eng zu. Manchmal reicht es für ganz vorne, manchmal nur fürs Mittelfeld. Von daher ändert sich an unserer Herangehensweise fürs Finale nichts. Es muss alles passen, angefangen beim Qualifying. Von vorne wegfahren zu können, macht das Leben eindeutig leichter. Ich hatte schon öfter die Chance, in Hockenheim Meister zu werden, und weiß auch, wie es ist, ohne Pokal heimzufahren. Wir denken also keineswegs, die Sache sei gelaufen, sondern vielmehr, dass uns eine Mammutaufgabe bevorsteht. ”

„Grundsätzlich ist der Hockenheimring eine Strecke, die dem Porsche nicht schlecht liegt. Wir haben dort in der Vergangenheit viele Erfolge gefeiert. Mercedes und BMW waren aber auch immer sehr konkurrenzfähig, ich denke also, dass es wieder sehr ausgeglichen zugehen wird. Ich mag die Strecke. Sie macht Spaß und erfordert einen guten Rhythmus. Ich habe dort meine größten Erfolge gefeiert, viele Rennen gewonnen und die Titel im Porsche Carrera Cup und der DTM eingefahren. Es ist immer wieder schön, daran zurückzudenken, und immer wieder schön, nach Hockenheim zu kommen, weil natürlich im Hinterkopf abgespeichert ist, dass es hier schon öfters ganz gut lief. Ich hoffe, wir können bald eine weitere positive Erinnerung hinzufügen.”

Maro Engel ist das beste Beispiel dafür, wie schnell sich das Blatt in der DTM wenden kann. Als Tabellenführer in die zweite Saisonhälfte gestartet, sammelte der Mercedes-AMG-Pilot auf dem Nürburgring und dem Sachsenring nur 14 Punkte und hat nun eine echte Herkulesaufgabe vor sich. „Es fällt mir nicht schwer, einen Haken hinter die unglücklich verlaufenen beiden Rennwochenenden zu machen”, versichert der Routinier. „Was in der Vergangenheit liegt, ist Vergangenheit und nicht mehr zu ändern. Unser Blick richtet sich nach vorne, wir freuen uns aufs Finale. Natürlich ist es ein besonderes Rennwochenende, das spürt man in vielen Bereichen. Aber genau das wollen wir eigentlich nicht. Wir wollen uns darauf konzentrieren, unseren Job sauber zu erledigen und Spaß zu haben. Wir genießen es, zum dritten Mal in Folge im Titelkampf mitzumischen. Das Ziel ist es natürlich, in beiden Rennen vorne mitfahren zu können. Am Ende können wir dann auf die Punkte schauen.”

„Hockenheim ist immer etwas Besonderes”, schwärmt Maro Engel. „Seit ich denken kann, war der Grand-Prix-Kurs fast immer Schauplatz eines DTM-Finales. Die vielen Zuschauer, die Atmosphäre, die Unterstützung der Fans machen diesen Ort zu einem Sinnbild für die Rennserie. Die DTM und Hockenheim – das gehört einfach zusammen!”

Nur einen Punkt hinter Engel lauert Marco Wittmann, der zuletzt ebenfalls voll in Fahrt gekommen ist. In den letzten beiden Rennwochenenden sammelte der Franke 79 Zähler – mehr als jeder andere im Feld. „Ich denke, wir sind in einer guten Position”, sagt der zweimalige DTM-Champion. „Natürlich gilt es für uns, einen großen Rückstand aufzuholen. Aber wir waren in den letzten Rennwochenenden stark unterwegs – sogar stärker, als wir selbst gedacht hätten. Ich würde nicht sagen, dass uns das in eine Favoritenrolle bringt, aber wir sind in einer guten Jägerposition. Es wird beim Finale darauf ankommen, ein fehlerfreies Rennwochenende hinzulegen. Wir müssen versuchen, im ersten Rennen den Abstand zu Thomas zu verringern, und dann ist am Sonntag alles möglich. Wie verrückt es in einem DTM-Finale zugehen kann, haben wir ja im vergangenen Jahr in Hockenheim gesehen.”

Auch der BMW-Pilot ist ein Fan des Hockenheimrings: „Ich mag die Strecke. Ich habe dort viele Rennen gewonnen oder auf dem Podium beendet. Ich bin daher guter Dinge und freue mich aufs Wochenende. Ich hoffe auf ein cooles, faires Finale – und wer weiß, was noch möglich ist. Wir haben zuletzt einen großen Punkterückstand aufgeholt, waren am Nürburgring und Sachsenring stark unterwegs. Alles, was jetzt noch kommt, ist für mich die Kirsche auf der Torte.”

Womöglich fällt die Titelentscheidung dramaturgisch perfekt erst am Sonntagnachmittag zum Abschluss des Rennwochenendes. Der Start zum zweiten Lauf erfolgt ausnahmsweise erst um 16.30 Uhr. Nach der Zieldurchfahrt wird der Start- und Zielbereich geöffnet, damit die Fans die Sieger- und Meisterehrung hautnah miterleben können.

Offene Titelentscheidungen in den Rahmenrennserien
Doch nicht nur der DTM-Showdown sorgt für Dramatik im und rund ums Hockenheimer Motodrom. Auch das Rahmenprogramm lässt keine Wünsche offen. Sowohl im ADAC GT Masters als auch in der ADAC GT4 Germany, dem Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland und im neuen BMW M2 Cup wird der Champion erst im Finale gekürt. Und wer eine kurze Pause von der Rennaction braucht, findet in der DTM Fan Zone ein buntes Unterhaltungsangebot mit Interviews, Show, Musik, Autogrammstunden und vielem mehr. Und die Jüngsten steuern meist auf direktem Wege das Bällebad an.

Attraktiv sind wie immer auch die Eintrittspreise. Wer nur am Freitag einmal schnuppern möchte, kann das für 15 Euro (Erwachsene) tun. Die Tageskarten für Samstag und Sonntag inklusive Fahrerlager-Zutritt beginnen bei 49 Euro, das günstigste Wochenend-Ticket gibt’s schon für 69 Euro. Karten sind über die offizielle Website www.dtm.com erhältlich.

 

Bild: © Gruppe C Photography // ADAC Motorsport

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