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Toni Mang dreht seine Runden bei den 40. Hockenheim Classics

11.09.2017 Kategorie: Hockenheim Classics

Ein rundes Jubiläum ging am Wochenende auf dem Hockenheimring über die Bühne: 40 Jahre Hockenheim Classics! Man wusste gar nicht, wo man zuerst hinschauen sollte, denn nicht nur auf der Rennstecke wurde Motorsport Nostalgie vom Allerfeinsten geboten. Auch im und um das Fahrerlager war für das Auge sehr viel geboten. Da konnte man, wie in alten Zeiten, den Mechanikern beim Schrauben über die Schultern schauen. In den Boxen war eine Ausstellung von alten Rennmotorräder zu bestaunen. Eines schöner als das andere! Diese Rennmotorräder wurden in früheren Tagen bei Rennveranstaltungen eingesetzt und die meisten davon kamen auch am Wochenende im Motodrom zum Einsatz. So waren Motorräder der Marken BMW, Matchless, Horex, AJS, Aermacchi, Benelli, Bimota, DKW, Honda, MZ, Moto Guzzi, Norton, RTM, Yamaha, MV Agusta, Ducati, Suzuki, Jawa u.v.m. in Aktion zu sehen und auch zu hören - ein rollendes Museum am Hockenheimring.

Eine 350ccm Kawasaki durfte nicht fehlen, und zwar aus einem ganz bestimmten Grund, denn dieses Motorrad wurde von keinem Geringeren als dem fünffachen Motorradweltmeister Anton (Toni) Mang pilotiert. Deutschlands erfolgreichster Motorradrennfahrer mit 42 Grand-Prix-Siegen gab seiner 350er Kawasaki bei den Präsentationsläufen des Motor-Sport-Museum die Sporen. Ein wirklicher Leckerbissen für alle Motorsportfans. Es war exakt die Maschine, mit der er genau hier in Hockenheim vor 35 Jahren zum Gewinn des letzten WM Titels der 350 ccm Weltmeisterschaften fuhr. Und sein Mechaniker von damals, Sepp Schlögel, sorgte auch am vergangenen Wochenende wieder dafür, dass die Kawasaki genau so perfekt lief wie je zuvor. Übrigens, es war auf Sepp Schlögels 70. Geburtstag in diesem Frühjahr, an welchem die Idee geboren wurde, die alte Werks-Kawasaki nach 35 Jahren aus der Garage zu holen und sie noch einmal rennen zu lassen. Und es sollte in Hockenheim sein, genau zur 40. Hockenheim Classics.

Doch im Feld der Starter fanden sich noch weitere Piloten, die früher in Grand-Prix-Rennen gestartet sind. Helmut Kassner, Horst Lahfeld, Reinhard Hiller und Sepp Hage seien hier genannt, aber auch Roland Freymond (Westschweiz), Massimo Broccoli (Italien) und der Schwede Peter Sjöström waren mal wieder die Gäste im Motodrom. Auch in diesem Jahr wieder dabei waren die beiden Gespannweltmeister Rolf Steinhausen und Werner Schwärzel mit seinem Beifahrer Andreas Huber. Auch der zweimalige Motorradweltmeister Dieter Braun schlenderte durch das Fahrerlager.

Beliebt bei vielen Motorsportfans ist die Hockenheim Classics durch ihre Fan-Nähe. So konnten sie zu den Fahrern in die Boxen kommen und nicht nur Fotos machen, sondern auch Autogramme nach jedem Wertungslauf sammeln.

Am Rennwochenende zeigten auf der badischen Rennstrecke rund 400 historische Motorräder im Rahmen der Deutschen Historischen Motorradmeisterschaft (DRM) Besuchern waghalsige Manöver und Kurventechniken vom aller Feinsten. In 17 Wertungsklassen wurde um Punkte für die Deutsche Meisterschaft für historische Renngespanne und Solo-Rennmotorräder gefightet. Doch auch historische Automobile waren am Wochenende am Start. Rund 150 Fahrzeuge boten den zahlreichen Zuschauern bei ihren Gleichmäßigkeitsläufen der VFV-Autogruppe GLPpro einen besonderen Anblick. Internationales Flair erfuhr die Veranstaltung durch die Läufe der holländischen Historic-Freunde (CMRCH) und durch die Fahrer der IHRO (International Historic Racing Organisation).

Bei der beliebten Zielfahrt über die Strecke starteten am Sonntag 86 Motorräder und 68 historische Automobile am Hockenheimring. Das offene Fahrerlager war ein wahres Eldorado für alle Nostalgie-Fans. Fahrer und Mechaniker ließen sich hier gerne auf einen Plausch über die perfekt aufbereiteten Fahrzeuge ein. Der große Teilemarkt im Fahrerlager und in den Boxen bot den Oldtimer Enthusiasten und Schraubern so manch begehrtes Ersatzteil.       

Weitere Infos zum Event unter: http://www.hockenheim-classics.de

Die Bilder des Wochenendes finden Sie in unserer Galerie oder auf Facebook.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

Text: Franz Hoffmann