Circuit-News

STT H&R Cup - Kamm und Fisch siegen auf dem Hockenheimring

06.10.2015 Kategorie: ADAC GT Masters
Sven Fisch, Bild: arpRedaktionsbüro Patrick Holzer
Sven Fisch, Bild: arpRedaktionsbüro Patrick Holzer

Edy Kamm (Audi A4 DTM) und Sven Fisch (Koppehel) lauteten die Sieger beim sechsten Lauf der Spezial Tourenwagen Trophy. Auf dem Hockenheimring holte sich am Samstag zunächst Kamm den Sieg, ehe Fisch am Sonntag bei schwierigen Verhältnissen siegte. In der Division 2 teilten sich Jürgen Gerspacher (Seat Leon Mk2) und Toni Büeler (VW Scirocco) die Siege.

Im ersten Rennen führte kein Weg an Edy Kamm vorbei, der nach kurzem Geplänkel Jürgen Bender (Corvette GT3) schnappte und zu seinem siebten Hockenheim-Sieg in Serie fuhr. „Mit dem ersten Rennen bin ich natürlich sehr zufrieden. Es verlief optimal und ich konnte einen sicheren Sieg nach Hause bringen“, so Kamm. Rang zwei sicherte sich ebenso deutlich ein stark fahrender Jürgen Bender. Dahinter setzte sich Ulrich Becker (Porsche 997 GT3 RSR) gegenüber Maximilian Stein durch. Der Marler erbte den dritten Gesamtrang von Mario Hirsch, dessen Mercedes SLS AMG GT3 wegen einer defekten Wasserpumpe frühzeitig die Box ansteuern musste. „Vom Ergebnis in der Klasse war es natürlich gut, besser ging es ja nicht. Aber wir waren nicht so schnell, wie wir uns das eigentlich erhofft hatten“, so Becker. Auf der fünften Position folgte der alte und nun neue Sieger des STT H&R Cups. Christian Franck (Porsche 997 GT3) tütete seinen elften Klassensieg im elften Rennen ein. „Ich hatte ein schönes Jahr, das optimal gelaufen ist. Ich bin bis jetzt fehlerlos durch das Jahr gekommen und denke, dass es besser nicht geht“, berichtete Franck. Polesetter Sven Fisch konnte wegen Wasser im Tank erst gar nicht starten.

In der Division 2 fing Jürgen Gerspacher kurz vor Schluss Gerhard Ludwig im Toyota MR2 Turbo ab. Dem Toyota-Pilot war der Sprit ausgegangen. Hinter Ludwig schaffte Sandro Merino (BMW M3 E46) den Sprung aufs Treppchen. „Wir wissen auch nicht warum. Es war so viel drin wie immer“, zeigte sich Ludwig nach dem Rennen ratlos. „Am Anfang hatte ich mich ein wenig schwer getan, bis ich durch die Porsche durch war. Auf den Geraden sind die natürlich schneller, aber in den Kurven kam ich heran aber nicht gleich vorbei. Da hatte ich ein bisschen den Anschluss auf Gerhard Ludwig verloren. Ohne die Probleme von Ludwig wäre ich nicht mehr herangekommen“, so Gerspacher.

Sven Fisch gewinnt Wasserschlacht
Auf Grund des Dauerregens herrschten beim zweiten Heat schwierige Bedingungen, wobei Sven Fisch scheinbar mühelos zurechtkam. "Ich war auch schnell an der Spitze und konnte so ohne Gischt fahren", berichtete Fisch. So ein richtiges Rennen kam wegen der vielen Safety-Car Phasen allerdings nicht auf. Während Kamm wegen Sichtproblemen aufgab, entwickelte sich zwischen Bender und Becker ein Kampf um Rang zwei. Der Abbruch kurz vor Schluss erstickte aber jede Aktion, so dass die beiden GT-Piloten wie schon im ersten Rennen auf den Rängen zwei und drei ins Ziel einliefen. Dahinter fuhr Maximilian Stein vor Mario Hirsch und Christian Franck erneut auf die vierte Gesamtposition. Turbulent ging es in der Division 2 zu, wo der Überraschungssieger Toni Büeler hieß. Der Eidgenosse hielt sich aus allem raus und siegte vor Patrick Steuer (Seat Leon Mk2) und Marc Roth. Eigentlich wäre der Sieg locker an Gerhard Ludwig gegangen, doch der hatte eine Drive-Through Strafe wegen Überholens unter Gelb kassiert. Jürgen Gerspacher musste seinen Seat wegen Aussetzer frühzeitig abstellen.

Zum Finale reist die Spezial Tourenwagen Trophy vom 23.-24. Oktober in der Eifel. Auf dem Nürburgring werden die letzten Entscheidungen im Titelkampf fallen.

arpRedaktionsbüro Patrick Holzer