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Ruhe bewahren und einen klaren Kopf behalten - BMC Sportwarte-Schulung in Theorie und Praxis

18.01.2016 Kategorie: Hockenheimring

Am vergangenen Samstag besuchten 230 Sportwarte ein Tagesseminar im Baden-Württemberg Center am Hockenheimring. Für viele Anwesenden war der Lehrgang eine Wiederholung bzw. Auffrischung. Für neue Sportwarte gehört der Kurs zur unverzichtbaren Grundausbildung. Denn ohne diese Ausbildung kann und darf heute kein Sportwart mehr an der Rennstrecke seinen Dienst verrichten.

In seinem Vortrag schulte der BMC Präsident Jörg Bensemann die Anwesenden in Theorie und Praxis. Das Hauptthema war die Sicherheit an und um die Rennstrecke, denn die Sicherheit wird beim Motorsport groß geschrieben - und zwar für Fahrer, Zuschauer und Sportwarte. Dabei heißt der Grundsatz: „erst sichern, dann melden und dann helfen.“

Jeder Sportwart hat eine verantwortungsvolle Aufgabe, denn er ist der verlängerte Arm zur Rennleitung. Präsident Bensemann sprach auch das Bergen von Fahrzeugen an: Verunfallte oder liegengebliebene Autos und Motorräder müssten sofort von der Rennstrecke und immer an die Rennleitung gemeldet werden. Es gelte immer der Grundsatz: Ruhe bewahren und einen klaren Kopf behalten. Wichtig sei ein Gefühl für die Geschwindigkeit zu haben und die richtigen Flaggensignale zu zeigen.

Die verschiedenen Flaggen, ihre Bedeutungen sowie deren Einsatz erläuterte Sportleiter Willi Schenkel anhand von Original-Flaggen. Ebenso erläuterte er bei der Schulung die verschiedenen Arten der Feuerlöscher, die am Hockenheimring vorhanden sind und wie diese bedient werden. Ein weiterer Schwerpunkt lag im Theorieteil auf im Ernstfall zu ergreifende Erste-Hilfe-Maßnahmen.

Nach der Mittagspause wurden die Teilnehmer in fünf Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe übte unter der Anleitung von Uwe Hamm (DRK) das Helmabnehmen bei einem verletzten Fahrer und die stabile Seitenlage. Sportleiter Willi Schenkel zeigte das Bergen eines verunglückten Motorrads aus dem Kiesbett. Vor dem Baden-Württemberg Center hatte sich Udo Betzenberger mit einem Einsatzfahrzeug von der DMSB-Staffel postiert und er führte vor, was in einem Fahrzeug zum Bergen eines verunglückten Fahrzeugs alles vorhanden sein muss. Im alten Fahrerlager hatte die Freiwillige Feuerwehr Hockenheim eine Brandstelle aufgebaut, wo die zahlreichen Sportwarte das Löschen des Feuers mit einem Feuerlöscher erlernen konnten.                 

Text und Fotos: Franz Hoffmann