Circuit-News

Porsche Club Historic Challenge begeistert mit vollem Starterfeld

29.04.2014 Kategorie: Hockenheimring

Joos und Inglessis siegen auf dem Hockenheimring

Zum Saisonstart der Porsche Club Historic Challenge (PCHC) holten sich Michael Joos (Porsche 996 GT3 Cup) und Ioannis Inglessis (Porsche 996 GT RSR) die Siege. Pech hatte Polesitter Sebastian Glaser (Porsche 996 GT3 RS), der eine Runde vor Schluss den sicheren Sieg aus der Hand geben musste. Mit insgesamt 40 Porsche präsentierte die PCHC beim Auftakt auf dem Hockenheimring ein bärenstarkes Starterfeld.

Im ersten Rennen lieferte Michael Joos ein starkes Rennen ab. Mit seinem Porsche 996 GT3 Cup sah er 16,5 Sekunden vor dem zweitplatzierten Ioannis Inglessis das schwarz-weiß karierte Tuch. Der Geislinger kämpfte sich in nur zwei Runden vom sechsten Startplatz auf die zweite Position nach vorne. Als der führende Porsche von Berwanger/Berwanger nach fünf Runden ausfiel, war der Weg zum Gesamtsieg frei. Dahinter kämpften Inglessis und Glaser um die zweite Position. Während Glaser nach zehn Umläufen wegen eines defekten Differentials ausfiel, sicherte sich Inglessis den zweiten Gesamtrang. Dritter wurde Haci Köysüren (Porsche 997 GT3 Cup), der damit bester der erstmals startberechtigten 997er Modelle war. „Es hat Spaß gemacht erstmals mit dem 997 im Rennen zu fahren. Ich habe jetzt viel dazugelernt beim Auto im Rennen“, zeigte sich Köysüren mit dem ersten Rennen zufrieden.

Der zweite Heat sah einen packenden Kampf um den Gesamtsieg. An der Spitze wehrte sich Joos gegen den GT3 RSR von Inglessis bis zur dritten Runde. Dann zog der Grieche vorbei, wurde aber zusehends von Sebastian Glaser unter Druck gesetzt. Von der 34. Startposition schnitt der grüne GT3 RS durch das Feld. In der zehnten Runde zog Glaser vorbei und übernahm die Spitze. Kontinuierlich wuchs der Vorsprung, doch im letzten Umlauf zeigte sich das Schicksal unbarmherzig. Wieder streikte das Differential und Inglessis huschte vorbei. Zumindest konnte der Münchner noch den zweiten Platz vor Michael Joos ins Ziel retten. „Beim Herausbeschleunigen aus der Sachskurve vom dritten in den vierten Gang war auf einmal kein Vortrieb mehr. Ansonsten lief das Auto heute wesentlich besser als gestern. Wir hatten das Fahrwerk umgestellt. Das Auto war viel runder zu fahren. Ich sehe da noch einiges an Potenzial mit dem Auto. Es hat deshalb trotzdem Spaß gemacht“, so Sebastian Glaser.

Spannung war auch in den einzelnen Klassen geboten. Während Ioannis Inglessis und Michael Joos je zweimal ihre Klasse gewinnen konnte, ging es in den übrigen Klassen rund. Reiner Sessler (Porsche 997 GT3 Cup) entschied die Klasse 10 zweimal für sich. Die Klasse 9 gewannen jeweils einmal Haci Köysüren und Joachim Bleyer (Porsche 997 GT3 Cup). Hier war gerade das zweite Rennen hart umkämpft, wobei Bleyer von einem Unfall des Klassenführenden kurz vor Schluss profitierte. „Heute war es ein absolut gutes Rennen. Haci Köysüren ist ja vor mir gewesen und wurde aus dem Rennen geworfen. Ich hatte da Glück. Es kann halt nur einer gewinnen“, resümierte Bleyer. Die Klasse 6 ging zweimal an Wolfgang Bensch im breiten Porsche 930 Turbo.

In der Klasse 5 hatte sich Mate Eres (Porsche 964 RSR 3,8) den ersten seiner zwei Siege hart erkämpft. Der Schweizer H.P. Wenger (Porsche 964 RS) war nicht abzuschütteln, musste sich aber mit 2,342 Sekunden geschlagen geben. „Im ersten Rennen war es ein toller Kampf mit dem Schweizer Wenger. Das war super. Der war zunächst auf den ersten Platz vorgefahren. Da musste ich erst mal fünf Runden lang richtig kämpfen bis ich ihn erwischt habe“, freute sich Eres über das enge Rennen. Hauchdünn ging es in der Klasse 4 zu, wo sich Ralf Bender mit 0,196 Sekunden gegenüber Alexandra Irmgartz (beide Porsche 964) durchsetzte. Im zweiten Heat drehte die Porsche-Pilotin den Spieß um und verwies Bender auf Rang zwei. „Heute ist alles super gelaufen. Der Plan war direkt beim Start gut vorbeizukommen. Das ist mir auch gelungen. Allerding hatte ich in den ersten drei Runden in der Parabolika keine Bremse. Das war schon etwas problematisch“, berichtete Irmgartz. In der Klasse 2 schnappte sich Marc Hönsch (Porsche 968 CS) am Samstag den Sieg. Das zweite Rennen beendete Ralph Moog (Porsche 968 CS) als Klassensieger vor Hönsch. „Gestern lief es sehr gut. Es gab sehr viele Zweikämpfe. Aber nachher hatte ich einen deutlichen Vorsprung auf Platz zwei“, gab der junge Porsche-Pilot zu Protokoll. Eine klare Angelegenheit für Antonios Trichas (Porsche 924 S) war die Klasse 2. Dieser verwies zweimal Philip Ring (Porsche 911) auf den zweiten Rang. In der Klasse 1 gewann Thomas Weidl im Porsche 944 Turbo beide Durchgänge. Das nächste Rennen der Porsche Club Historic Challenge findet vom 23.-25. Mai in Oschersleben statt.

Text und Bild: Patrick Holzer