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NitrOlympX 2014 - Packende FIA und FIM Europameisterschaftsläufe

12.08.2014 Kategorie: NitrOlympX
Ian King
Ian King

  • Micke Kagered gewinnt Finallauf der Top Fuel Dragster
  • Ian King stellt europäischen Geschwindigkeitsrekord auf

Während in Deutschland die Gewitter toben und Starkregen die Straßen in Flüsse verwandelt, gibt es in Baden-Württemberg eine kleine Stadt, die traditionell an einem Wochenende im August allen Schlechtwetterprognosen trotzt.

Vom 8. bis 10. August feierten rund 40.000 Fans des schnellsten Motorsports der Welt in Hockenheim ein rauschendes Highspeed-Fest. Aus ganz Europa war die Elite der Drag Racer mit den schnellsten Bikes und Cars zu den NitrOlympX an den Hockenheimring gepilgert, um sich hier in knallharten Duellen dem Kampf um die Europameisterschafts-Krone zu stellen.

Bereits am Freitag gab es für die enthusiastischen Fans bei einem Rekordstarterfeld von knapp 300 Teams, die in unterschiedlichsten Auto- und Motorradklassen zum Battle gegen die Zeit und Gegner antraten, die ersten sportlichen Highlights.

Als einer der ersten auf der Strecke schaffte es Mario Thau bei den Sportsmen-Startern in der Klasse Pro ET auf Anhieb, einen neuen Europarekord für frontgetriebene Fahrzeuge auf den Asphalt der Quartermile zu zaubern. Von den FIA-Giganten, über die FIM-Bikes bis hin zu den toughen Sportsmen testeten die Piloten an diesem ersten Wettkampftag vor gut gefüllten Kulissen das passende Set-Up, um am Sonntag die begehrten Trophies zu erringen.

Eines von vielen weiteren Highlights unter blauem Himmel war dabei der Lokalmatador Christian Jäger. Mit seinem Nitro-befeuerten Super Twin Top Fuel Bike wurde er seiner Favoritenrolle voll gerecht und ging als Top-Qualifier in die nächste Runde.

Bei Teams und Fans war die Stimmung bereits am ersten Veranstaltungstag hervorragend und die Vorfreude auf das weitere heiße Rennwochenende entsprechend groß. Die beiden folgenden Renntage mit ihren Qualifikations- und Finalläufen wurden den Erwartungen gerecht und boten erstklassigen Motorsport. Das Motodrom erbebte unter dem Ansturm der nitro- und adrenalinbefeuerten Teams, die sich im Sekundentakt einen Fight um den Einzug ins Finale lieferten.

Eine echte Überraschung in der Königsklasse Top Fuel Dragster lieferte der Neuling im Schweizer Erbacher-Rennstall Noah Stutz. In einem hochspannenden Duell warf er seinen Mentor Urs Erbacher aus dem Rennen, der diese Niederlage gewohnt souverän wegsteckte: „Ich hatte zwar die schnellere Reaktionszeit, aber mein Fahrwerk ist härter und deshalb habe ich Traktion verloren und bin ‚up in smoke‘ gegangen.“

In einem atemberaubenden Finallauf am Sonntag musste sich der 19-jährige Schweizer dann dem Schweden Micke Kagered geschlagen geben. Durch dieses Ergebnis ist die Top Fuel Meisterschaft zwei Runden vor Schluss so spannend wie nie.

Bei den Super Twin Top Fuel Bikes kam für Christian Jäger durch technische Probleme, trotz großer Dominanz im Qualifying, das schnelle Aus schon in der ersten Runde. Dadurch rückt der NitrOlympX-Gewinner Samu Kemppainen nun auch in Schlagdistanz zur europäischen Meisterschaft.

Bei den Top Methanol Dragstern sorgte das PSR-Team aus Bayern für einen echten Paukenschlag. Nach zwei Jahren Pause setzte sich Peter Schöfer auf Anhieb an die zweite Stelle des extrem hochkarätigen Starterfeldes und musste sich erst im Finale dem Malteser Chris Polidano geschlagen geben.

Eine kleine Randnotiz zu „den Schöfers“ und ihrer Auffassung von „Sportsmenship“ lieferte Streckensprecher Benni Voss, als bei den direkten Konkurrenten vom Team Habermann der Kompressor kaputt ging und sie ihnen kurzerhand den eigenen Reserve-Blower als Ersatz liehen: „Solchen Geist findet man heutzutage fast nur noch im Drag Racing – da kriegt man echte Gänsehaut.“

Der Dominator und König der Top Fuel Bikes Ian King aus Großbritannien holte nicht nur den Sieg nach England, sondern setzte auch noch mit 379 km/h einen neuen europäischen Speedrekord.

Als Sahnehäubchen auf all die sportlichen Highlights gab es wie immer die legendäre Saturday Nightshow. Flammen aus brüllenden Jettriebwerken, laute Musik, Stunts und Showeinlagen sowie die schnellsten Boliden unter Flutlicht. Das Motordrom war in eine Mischung aus Nebel, Feuer, Euphorie und Adrenalin getaucht. Die Luft roch nach Nitro, die Beine wippten zur Musik. Kein anderes Dragster-Rennen weltweit kann dieses Flair und diese Atmosphäre bieten. Wenn Rockkonzert auf Spitzensport trifft, dann nur bei den NitrOlympX auf dem Hockenheimring. 2015 feiert Europas größte Drag Racing-Veranstaltung ihr 30-jähriges Jubiläum. Alle Informationen gibt es unter: www.nitrolympx.de