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Motor-Sport-Museum auf Tour

25.07.2013 Kategorie: Hockenheim Classics
Motor-Sport-Museum auf Tour
Motor-Sport-Museum auf Tour

Die Rennmotorräder sind nur vorübergehend stumme Ausstellungsstücke in Hockenheim, es findet ein ständiger Wechsel statt. Einige befinden sich gerade in den Werkstätten von Spezialisten, die mit Aufgaben von der kompletten Restaurierung bis zur Instandsetzung einzelner Komponenten oder der gewissenhaften Inbetriebnahme nach gewissen Intervallen betraut werden.

Ein Motorrad kam jetzt nach 31 Jahren Pause wieder auf die Rennstrecke zurück. Die vom Schweizer Michel Frutschi gefahrene Sanvenero 500 hat einen Zweitakt-Vierzylinder in quadratischer Anordnung nach dem Vorbild der Suzuki RG 500. Im Auftrag des Renn-begeisterten Bauunternehmers Sanvenero in Follonica/ Italien hat sie Konstrukteur Cecchini als zweites Projekt nach der Zweizylinder-125er für ihn geschaffen.

Beim internationalen Meeting „Bikers Classics“ am 5. - 7. Juli hat Matthias Farwick die Sanvenero aus dem Motor-Sport-Museum nun erstmals wieder präsentieren können. Der Rennmotorrad-Spezialist aus Borken hat sie in seiner Werkstatt komplett zerlegt und fällige Erneuerungsarbeiten vorgenommen bevor er sich damit auf die Rennstrecke begab.

Einen weiteren Einsatz gibt es für sieben legendäre Rennmotorräder aus dem Motor-Sport-Museum beim „Solitude Revival“ am 20. - 21.Juli auf der alten Grand Prix-Strecke zwischen Stuttgart und Leonberg. Auf dem 11 km langen Landstraßenkurs werden Erinnerungen an den Motorrad WM-Lauf 1954 wach, denn die Siegermaschinen von Rupert Hollaus (NSU 125 „Rennfox“), Werner Haas (NSU 250 „Rennmax“), Ray Amm (Norton 350) sowie die 500er-Werks-Norton, mit der er Zweiter wurde, kehre auf die Strecke für einige Runden zurück. Adler RS 250 (1955), DKW RM 350 (1954), Schnell-Horex 500 (1953) und Schnell-Parilla 350 (1952) aus dem Motor Sport Museum Hockenheimring sind ebenfalls beim „Solitude Revival“ im Einsatz.