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Kajetan Rutyna und Jörg Stoll sind die ADAC-Drift-Cup Champions 2016

06.10.2016 Kategorie: Hockenheimring
ADAC-Drift-Cup Champion PRO 2016: Kajetan Rutyna (Pl), Foto: IDS
ADAC-Drift-Cup Champion PRO 2016: Kajetan Rutyna (Pl), Foto: IDS

Im Rahmen des ADAC GT Master ging traditionell am Hockenheimring ebenfalls der ADAC-Drift-Cup zu Ende und die Champions der Saison 2016 wurden gekürt. Dabei sollte es jedoch vor allem in der Street-Klasse nochmal richtig spannend werden, während bereits vor dem letzten Lauf in der PRO-Wertung fest stand, dass Kajetan Rutyna aus Polen bereits die Meisterschaft für sich entschieden hatte.

Der Preistisch war prall gefüllt und Dank der freundlichen und großzügigen Unterstützung der Sponsoren LiquiMoly, KW Gewindefahrwerke, Solutive AG und TW Steel, durften sich die Fahrer auf attraktive Preise freuen. Auch vom Deutschen Motorsport Bund gab es drei Pokale für die Tagessieger in der PRO-Klasse zu gewinnen, da das Finale erstmals gemäß DMSB-Driftreglement in Form einer Pilotveranstaltung durchgeführt werden sollte.

Tagessieger in der PRO-Klasse und somit der erste Drifter (genauer die erste Drifterin), die sich über einen DMSB-Pokal freuen durfte, war Denise Ritzmann, die sich erstklassig ins Finale kämpfen und sogar gegen PRO-Champion 2014, Dimitri Lust bestehen konnte.
Dimitri belegte somit Platz 2, verwies damit Jan Blaser aus der Schweiz auf den dritten Platz und verhinderte somit, dass die verpartnerten Drifter Denise und Jan ihre Partnerschaft auf der Driftstrecke einer Härteprobe hätten unterziehen müssen.

In der Gesamtwertung war Kajetan Rutyna nicht mehr einzuholen. Trotz einer gebrochenen Antriebswelle und somit “nur” Platz 4 in der Tageswertung, hatte er die gesamte Saison über fleißig Punkte sammeln können und durfte sich über die attraktiven Preise freuen (Öl von LiquiMoly, KW-Gutschein, TW-Steel-Uhr im Wert von über 600,- €, einen Geschenkkorb, kostenfreie Teilnahme in der Saison 2017 und natürlich den großen Siegerpokal nebst Siegerkranz).

Ebenfalls fleißig sammeln konnten Tobias Fässler auf Platz 2 und Andreas Facchin auf Platz 3 (beide aus der Schweiz). Damit waren erstmals in der nun mehr als 8 jährigen Zeit des Bestehens der Internationalen Drift Serie (IDS und nun ADAC-Drift-Cup) keine deutschen Fahrer mehr auf dem Podest der Gesamtsieger in der PRO-Klasse, was wohl als Kampfansage für alle deutschen Drifter zu verstehen wäre.

Die Schweiz scheint sich neben den Teilnehmern aus Holland, Frankreich, Österreich, Polen, Litauen und Deutschland als neue Drift-Nation hervorzutun; denn auch in der Street-Klasse waren am Ende ebenfalls zwei Fahrer aus der Schweiz vertreten. Nachdem Johannes Odenbach, als aktuell führender in der Gesamtwertung nicht angetreten war, war die Bahn frei für Jörg Stoll, der Sieger aus den Jahren 2014 und 2013, Patrick Büchler und Thomas Oberlin (beide aus der Schweiz).

14 Punkte mussten erreicht werden, um Johannes Odenbach noch einholen zu können. Somit musste also zumindest Platz 4 erreicht werden; Jörg Stoll und Patrick Büchler waren dabei sogar noch punktgleich. Alle drei Fahrer hatten sich ihre Wertungsläufe bis zum Ende der Street-Wertungsläufe aufgehoben, so dass den Zuschauern die aufkommende Spannung anzumerken war.

Patrick legte mit 90 Punkten in seinem letzten von drei Läufen vor und konnte sich hinter dem Franzosen Bernard Gabriel mit 97 Punkten von max. 100 Punkten auf Platz 2 positionieren, was schon beinahe für die Meisterschaft gereicht hätte. Jörg Stoll musste somit mindestens die 90 Punkte von Patrick schlagen. Er bewies Nervenstärke und konnte bereits in seinem ersten Lauf mit 94 Punkten aufschlagen-somit war die Meisterschaft gesichert. Obwohl sein Teamkollege Hans-Jürgen Reiss ihm den Meisterschaftsgewinn schon signalisiert hatte, war sich Jörg nicht ganz sicher und legte mit einem beachtlichen zweiten Lauf ( 98 Punkte) nochmal einen drauf. Somit war sogar der Tagessieg als Saisonabschluss eingefahren.

Das Leistungsniveau der Fahrer war sehr eng. Mit Oliver Harsch, Philipp Jäger und Wolfgang Rühl waren leider, teils durch technische Defekte, teils durch Schwierigkeiten im Qualifying, einige der Siegeraspiranten früh ausgeschieden und konnten nicht mehr in das Geschehen eingreifen.
Neben den Wettkämpfen durften ausgewählte Teilnehmer des ADAC-Drift-Cup ihr Können im Motodrom unter Beweis stellen. Dank des Engagements des ADAC Nordbadens hat die deutsche Driftszene jedes Jahr die Chance, sich einem größerem Publikum vorzustellen. Dies wurde wieder ausgiebig genutzt und TwinBattles und mehr vom Feinsten gezeigt.

Ebenso beliebt sind jedes Jahr die Drift-Taxifahrten, bei denen die Zuschauer die Chance haben, auf dem Beifahrersitz der Driftboliden die Fahrkünste der Fahrer zu bestaunen und Fahrdynamik pur zu erleben. Dies wurde zahlreich angenommen und hat sicherlich dazu geführt, dass nun noch mehr Zuschauer sich als Drift-Fan outen werden.

Weitere Infos unter: http://driftsports.de/

 

Text und Bild: IDS - International Drift Sports