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International Drift Series - Dimitri Lust und Jörg Stoll erneut Champions 2014 in ihrer Klasse

24.10.2014 Kategorie: Hockenheimring

Spannende Drift-Wettkämpfe und eine tolle Drift-Show im Motodrom waren die Headliner des IDS Driftfinales am Hockenheimring am ersten Oktoberwochenende. Zusammen mit der ADAC GT Masters war somit fast jeder Quadratmeter des Hockenheimrings belegt und die Besucher konnten mit nur einem Ticket Motorsport aus allen Bereichen bestaunen und genossen Entertainment für die ganze Familie.

Es war schon fast abzusehen: Es sollte das Wochenende von Team Antje werden. Jörg Stoll, Dimitri Lust und Hans-Jürgen Reiss sind nun seit mehr als vier Jahren in der Driftszene zu Hause und haben mit Team Antje in sehr kurzer Zeit das erfolgreichste Team Deutschlands geschaffen. Zwei Meistertitel in 2013 (Jörg Stoll in der Street-Klasse und Dimtri Lust in der PRO-Klasse), einen Meistertitel 2012 in der Streetklasse von Hans-Jürgen Reiss und Platz 3 von Dimitri und zu Beginn ein zweiter (H.-J.Reiss) und dritter Platz (D. Lust) im Jahr 2011 kann sich sehen lassen und so waren die Erwartungen groß, auch in 2014 die beiden Meistertitel holen zu wollen.

In der PRO-Klasse war alles schon entschieden. Dimitri hatte mit seinem neuen Driftboliden neue Maßstäbe gesetzt und war vor dem Finallauf nicht mehr einzuholen. Er hatte genügend Punkte gesammelt und konnte sich bereits über den Meistertitel und den Sachpreisen der Sponsoren sehr freuen. Dank des Hauptsponsors KW Gewindefahrwerke darf sich Dimitri über einen Gutschein in Höhe von 4.000,- € freuen, welcher sicher in seinen Neubauten diverser Driftfahrzeuge Verwendung finden wird. Weitere Sachpreise von Liqui Moly und natürlich die kostenlose Teilnahme im IDS-Jahr 2015 gehörten zu weiteren, sich lohnenden Preisen für den PRO-Meister 2014, Dimitri Lust.

Platz 3 in der Tageswertung war nochmal ein versöhnlicher Abschluss auch wenn dieser gegen Christoph Krämer und Todor Tunev aus Bulgarien hart erkämpft werden musste. Christoph Krämer, der eine steile Karriere in der PRO-Klasse hinter und aber auch noch vor sich hat, überzeugte mit sehr souveränen Fahrstil und engen Battles. Seine Entwicklungskurve zeigt steil nach oben und er könnte sicherlich ein Kandidat für den nächsten IDS PRO-Titel werden, sofern er die Zeit und das Budget für eine komplette Saison aufbringen kann. Mit seinem Kollegen Dennis Voll (Platz 4 in der Tageswertung) und Rene Portz (ausgeschieden aufgrund, technischer Probleme) bilden die drei ein ebenfalls sehr stark aufgestelltes Driftteam mit hoher Leistungsdichte unter den Fahrern.

Todor Dunev, der wiedermal sehr zur Freude aller Teilnehmer und Zuschauer, die zweitägige Reise auf sich nahm, fuhr extra von Bulgarien nach Deutschland, um nach eigenen Aussagen, am IDS Finale die tolle freundschaftliche Atmosphäre und das hohe fahrerische Niveau der IDS-Fahrer zu geniessen. Er machte es den deutschen Fahrern nicht leicht und empfahl sich bereits im Qualifying für das Finale, indem er die besten Qualifikationsleistung und somit Platz 1 belegen konnte. Den finalen Battle gegen Christoph Krämer musste er allerdings nur mit einem Punkt abgeben und so blieb für ihn “nur” Platz 2 in der Tageswertung.

Hätte sich Roland Reld zu Beginn der Saison richtig entschieden und gleich in der PRO-Klasse gestartet, so wäre es gegen Dimitri Lust noch um einiges enger geworden. Roland hat sich allerdings bereits jetzt schon für den Meistertitel in 2015 empfohlen und freute sich ebenfalls über einen KW Gutschein in Höhe von 2.000,- € für Platz 2 in der Meisterschaft.

Grund zur besonderen Freude bei den Zuschauern, aber auch bei sich selbst, hatte Denise Ritzmann. Sie darf sich als erste Frau auf einem IDS Podest in die Annalen des deutschen Driftsport eintragen. Ganz überraschend war es nicht; so war sie bereits bei mehreren Events mit forderen erfolgreichen Plätzen aufgefallen und hatte sogar zwischenzeitlich die Gesamtliste in der PRO-Wertung angeführt. Ein KW-Gutschein in Höhe von 1.000,- € waren der Lohn für ihren unermütlichen Einsatz und ihre tollen Fahrleistungen, die sich von Jahr zu Jahr enorm gesteigert hatten. Auch sie empfiehlt sich bereits für 2015, zumal sie es sicherlich noch ihrem Bruder Patrick, der in 2012 den Meistertitel gewinnen konnte, gleich tun möchte.

In der Streetklasse war es noch nicht final entschieden. Zwar musste Jörg Stoll nur noch 2 Punkte einsammeln und dann hätte er seinen größten Rivalen Wolfgang Rühl geschlagen, jedoch wusste man auch, dass gerade am Hockenheimring mit der langgezogenen schnellen Mauer, ein kleines Maleur mal schnell zum Ausfall und somit zum Verlust der kompletten Meisterschaft führen kann. Aus diesem Grund konnte es Jörg nicht ganz so locker angehen, was man sogleich auch bei seinem ersten Wertungslauf erkennen konnte. Der sonst so präzise Fahrer produzierte gleich im ersten Lauf einen Dreher und die Anspannung in den Gesichtern aller Teammitglieder war sichtlich zu erkennen. Ein Sicherheitslauf im zweiten Durchgang brachten allerdings dann die heiss ersehnten Punkte, da dieser sicher für die TOP16 reichen sollte.

Aber auch ein weiterer Tagessieg hätte dem  abitionierten und erfahrenen Driftmeister sehr gut gefallen. Doch da machten ihm Wolgang Rühl und auch Ralf Höfler einen dicken Strich durch die Rechnung. Wolfgang konnte in diesem Jahr schon mehrfach Jörg vom höchsten Platz auf dem Podest vertreiben und Ralf war erfahrungsgemäß in Hockenheim immer zu Bestform herangewachsen. Beide konnten ihre Drifts noch besser platzieren und überzeugten die Judges Zdenek Wertheim und Kollegen von der tschechischen Partnerserie (CDS) davon, Wolfgang auf Platz 1 und Ralf noch vor Jörg auf Platz 2 zu setzen.

So sollte ein Finale aussehen, sonnige drei Drifttage mit unterhaltsamen Nebenprogramm für die gesamte Driftgemeinde und sportliche Höchstleistungen wurden versprochen und konnten gehalten werden. Man darf gespannt sein, was die neue Saison 2015 bringen wird und vor allem welche Fahrer in welcher Klasse starten werden, um nach diesem souveränen Doppelsieg von Team Antje nun neue Akzente zu setzen. Zu erwarten ist es sicherlich, denn von unten ist ein sehr starkes Newcomerfeld aus der drift-schule.de zu erarten wie man bereits am Finalwochenende an den vielen Neueinsteigern erkennen konnte.

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