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Im DTM-Titelduell: Mike Rockenfeller und Augusto Farfus

25.09.2013 Kategorie: DTM
Im DTM-Titelduell: Mike Rockenfeller und Augusto Farfus
Im DTM-Titelduell: Mike Rockenfeller und Augusto Farfus

Zwei Rennen stehen noch aus – und nur noch zwei Piloten haben eine Chance auf den Titel: Der Kampf um die DTM-Krone ist zu einem Duell zweier Rennfahrer geworden, für die der Titel in der populärsten internationalen Tourenwagenserie die Krönung ihrer langen und erfolgreichen Karriere darstellen würde. Dabei sind Spitzenreiter Mike Rockenfeller und sein Verfolger Augusto Farfus erst um die 30 Jahre jung.

Rockenfeller hat es in der Hand, den Triumph schon vor dem Saisonfinale vom 18. bis 20. Oktober auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg perfekt zu machen. Der Audi-Pilot aus Neuwied hat angesichts von 124 Punkten und 33 Zählern Vorsprung auf den Brasilianer Farfus (BMW) bereits beim vorletzten Saisonlauf am 29. September in Zandvoort Matchball. „Wir müssen und werden hoch konzentriert unsere Arbeit machen und dann schauen, ob es reicht oder nicht“, sagte ‚Rocky‘, der mit Platz eins oder zwei aus eigener Kraft den Titel einfahren kann: „Wenn nicht, erleben wir halt ein heißes Finale in Hockenheim.“ Die ARD überträgt das Rennen aus den Niederlanden am Sonntag live ab 13.15 Uhr, das Qualifying am Samstag ab 14.30 Uhr.

Für Rockenfellers restliche Verfolger war das Titelrennen in Oschersleben beendet. Die Mercedes-Benz-Junioren Christian Vietoris und Robert Wickens sowie Titelverteidiger Bruno Spengler (BMW) mussten ihre Hoffnungen begraben, Farfus zog durch seinen zweiten Saisonsieg an ihnen vorbei und schob sich auf den zweiten Platz der Gesamtwertung – als letzter Konkurrent des souveränen Spitzenreiters Rockenfeller.

Mike Rockenfeller: mit Konstanz und Coolness an die Spitze
Den Namen „Mister Zuverlässig“ hat sich Mike Rockenfeller in dieser Saison redlich verdient, denn er holte als einziger der 22 Fahrer in jedem Rennen Punkte. Aber der Audi-Pilot, der am 31. Oktober 30 Jahre alt wird, lebte nicht nur von seiner Konstanz. Mit zwei Siegen in Brands Hatch und auf dem Moskau Raceway und zwei weiteren zweiten Plätzen setzte er auch Glanzlichter. In Zandvoort hat er einen zusätzlichen Trumpf, denn der anspruchsvolle ehemalige Grand-Prix-Kurs liegt ihm ganz besonders. In den Dünen an der Nordsee holte er vor zwei Jahren seinen ersten DTM-Sieg. Im Vorjahr führte er lange und musste sich am Ende nur seinem Audi-Markenkollegen Edoardo Mortara knapp geschlagen geben.

‚Rocky‘ gehört nicht zu den Lautsprechern im Fahrerlager. Der Wahl-Schweizer kommt aus einer bodenständigen Familie. Bevor er Profirennfahrer wurde, machte er im väterlichen Betrieb eine Mechaniker-Lehre. Als Zehnjähriger begann er mit Kartfahren. Seine erste große Chance bot ihm Porsche. 2001 setzte sich der 18-Jährige gegen zahlreiche andere Talente durch und wurde offizieller Junior der Marke. In seiner dritten Saison im Carrera Cup, der schon damals im Rahmen der DTM begeisterte, holte sich der junge Mann mit der sonoren Stimme souverän den Meistertitel. Zur Porsche-Ausbildung zählten auch internationale Auftritte. So sammelte Rockenfeller Erfahrungen bei Langstreckenrennen, gewann 2005 in seiner Klasse die FIA-GT-Meisterschaft sowie die 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps und Le Mans.

2007 engagierte ihn Audi, mit 23 Jahren stieg er in die DTM auf. Zunächst startete Rockenfeller im Rosberg-Team in einem der damals noch eingesetzten „Jahreswagen“. Als Werksfahrer der Ingolstädter wurde er auch in das Sportprototypen-Programm der Marke einbezogen. 2008 gewann er auf Anhieb die Le Mans Series mit Audi, zwei Jahre später feierte er als Gesamtsieger des 24-Stunden-Klassikers von Le Mans seinen bislang größten Erfolg.

In der DTM startete ‚Rocky‘ 2011 in einem aktuellen Audi des Teams Abt Sportsline und holte in Zandvoort seinen ersten Sieg. Nach dem Wechsel zu Phoenix Racing im vorigen Jahr zeigte die Formkurve steil nach oben. Als Gesamtvierter der DTM war Rockenfeller 2012 erstmals bester Audi-Pilot. Die harmonische Zusammenarbeit mit dem in der Eifel beheimateten Rennstall des gebürtigen Schwaben Ernst Moser, der als ebenso bodenständig gilt wie sein Topfahrer, ist die Grundlage für Rockenfellers Griff nach dem Titel in diesem Jahr.

BMW-Pilot Augusto Farfus – im zweiten DTM-Jahr bärenstark
Dem DTM-Publikum war der Name Augusto Farfus vielleicht nicht ganz so geläufig, als der Brasilianer 2012 als BMW-Werksfahrer in die populärste internationale Tourenwagenserie kam. Aber es dauerte nicht lange, bis sich Farfus auch im neuen Umfeld einen Namen gemacht hatte. Bereits in seinem zweiten DTM-Rennen jubelte der smarte Brasilianer, der mit Frau und Tochter während der Saison in Monaco lebt, als Dritter auf dem Podium. Beim vorletzten Saisonlauf in Valencia feierte er seinen ersten DTM-Sieg und beendete seine Premierensaison schließlich als Siebter und bester Neueinsteiger.

Als 16-Jähriger hatte der im brasilianischen Curibita geborene Farfus Heimat, Familie und Kartsport hinter sich gelassen, um in Italien im europäischen Rennsport sein Glück zu suchen – und zu finden. 2001 wurde Farfus Meister der Formel-Renault-Europameisterschaft, zwei Jahre später gewann er die Formel-3000-Euroserie. Dieser Erfolg war sein Ticket zu Alfa Romeo und in den Tourenwagensport. In seinen Anfangsjahren galt der junge Brasilianer als unglaublich schnell, aber auch bisweilen ungestüm. Das Temperament ging jedoch nur im Cockpit mit ihm durch. Außerhalb des Rennautos zeigt er sich stets zurückhaltend und freundlich.

In jenem Jahr, in dem Rockenfeller in die DTM kam, holte BMW den schnellen Mann aus Curibita in die Tourenwagen-WM. Von 2007 an gab Farfus unter der Führung von Schnitzer-Teammanager Charly Lamm Gas und setzte sich in jeder Saison gegen den langjährigen Werkspiloten Jörg Müller durch. Als BMW das Engagement in der Tourenwagen-WM reduzierte, wechselte der 26-Jährige ins Privatteam von Bart Mampaey. Zusammen mit dem belgischen Rennstall wagte er 2012 schließlich der Umstieg in die DTM.

In sein zweites DTM-Jahr startete Farfus mit einem Sieg in Hockenheim und der Tabellenführung, die er beim zweiten Saisonlauf in Brands Hatch an Rockenfeller verlor, als er auf Rang zwei liegend kurz vor Rennende wegen eines Elektrikdefekts ausfiel. Es folgten drei Läufe mit insgesamt nur acht Zählern Ausbeute, bevor Farfus mit einem dritten, einem zweiten und schließlich dem ersten Platz in Oschersleben wieder Fahrt Richtung Titel aufnahm. Die große Stärke des Brasilianers, der am 3. September 30 Jahre alt wurde, liegt im Qualifying. An sechs der ersten acht Rennwochenenden gelang ihm der Sprung unter die besten Vier des Qualifyings.

Dass die DTM zum großen Finale an den Traditionskurs im Badischen zurückkehrt, freut Farfus. Vor seinem Sieg zum Saisonauftakt hatte er dort das letzte Rennen 2012 als Dritter beendet. „Das ist eine super Strecke“, sagte der BMW-Pilot: „Besonders die Einfahrt ins Motodrom ist einzigartig. Du kommst durch die schnelle Rechtskurve und hast plötzlich die voll besetzten Tribünen vor dir. Das ist jedes Mal wieder ein tolles Gefühl. Zudem mag ich an Hockenheim den ständigen Wechsel zwischen schnellen und langsamen Passagen.“

Tickets im Vorverkauf günstiger

Im Vorverkauf sind die familienfreundlichen Ticketpreise noch günstiger. Das beliebte Family-Ticket gibt es exklusiv im Vorverkauf. Es kostet für zwei Erwachsene und zwei Kinder bis einschließlich 14 Jahre in der Kategorie Bronze 105 Euro, inklusive des begehrten Fahrerlagerzugangs. Das günstigste Wochenendticket ist schon für 26 Euro (Tageskasse 30 Euro) zu haben. Fahrerlagertickets kosten für alle Ticketkategorien im Vorverkauf 25 Euro (Tageskasse 30 Euro).
Tickets sind erhältlich über die DTM-Ticket-Hotline unter 01806 456 456 (0,20 Euro/Anruf inkl. MwSt. aus dem dt. Festnetz/max. 0,60 Euro/Anruf inkl. MwSt. aus dem dt. Mobilfunknetz) oder die Ticket-Hotline des Hockenheimrings unter 06205 950 222, im Internet über die offiziellen Websites www.dtm.com und www.hockenheimring.de sowie über alle Vorverkaufsstellen von CTS Eventim. Mit dem Print@Home-Verfahren können die Tickets auch sicher und bequem von zu Hause aus über www.dtm.com gekauft und anschließend selbst ausgedruckt werden.