Circuit-News

Formel-3-Jungstars und Markenpokal-Piloten würzen DTM-Finale

14.10.2014 Kategorie: DTM

Die DTM fiebert dem Grande Finale in Hockenheim am kommenden Wochenende entgegen. Nicht nur sie. Auch die Rennfahrer der Partnerserien freuen sich auf ihre Finalläufe, die traditionell im Rahmen der DTM ausgetragen werden – und damit in der einzigartigen Stadionatmosphäre des badischen Motodroms. Die Zuschauer erwartet auch neben der DTM Motorsport vom Feinsten: von den hochmotivierten Jungstars der FIA Formel-3-Europameisterschaft, den 37 Profis und Amateuren des Porsche Carrera Cup Deutschland sowie den Nachwuchspiloten und Promis des Volkswagen Scirocco R-Cup. Dessen Starterfeld schmücken beim Finale gleich zwei Teilnehmer aus dem Adel.

 

 

FIA Formel-3-Europameisterschaft: Fahrertitel vergeben, Kampf um Vizemeisterschaft entbrannt
Sie gilt als das Sprungbrett in die Formel 1 oder in die DTM: die FIA Formel-3-Europameisterschaft. Aus ihren Vorgängerserien kamen unter anderem Schumacher, Vettel, Hamilton und Rosberg. Diese Namen allein sprechen für die exzellente Talentschule Formel 3. Pro Wochenende werden drei Rennen ausgetragen – das bringt Fahrpraxis. Daher haben die Nachwuchspiloten bereits 30 Saisonläufe hinter sich, wenn sie nach Hockenheim reisen. Drei Fahrer drückten der aktuellen Saison ihren Stempel auf: Esteban Ocon, Max Verstappen und Tom Blomqvist. Bereits am vergangenen Sonntag errang der vom Formel-1-Team Lotus geförderte Ocon in Imola vorzeitig den Meistertitel. Als Sahnehäubchen winkt dem Franzosen ein Test im Formel-1-Ferrari. Der 18-Jährige gewann in dieser Saison neun Rennen, holte ebenso viele zweite Plätze und war drei Mal Dritter. 454 Punkte sind der Lohn – und von den Verfolgern bei 75 noch zu vergebenden Siegzählern nicht mehr aufzuholen.

Um den Vizetitel kämpfen zwei Jungstars mit bekannten Vätern. Max Verstappen, Sohn des ehemaligen Formel-1-Piloten Jos, und Tom Blomqvist, dessen Papa Stig Rallyeweltmeister mit Audi war. Der Niederländer hat mit 368 Zählern nur drei Punkte Vorsprung auf den Briten mit schwedischen Wurzeln. Verstappen feierte wie Champion Ocon neun Siege und stand weitere sechs Mal auf dem Podest. Herausragend sind seine Dreifachsiege in Spa-Francorchamps und auf dem Norisring – und die unglaubliche Rasanz seiner Karriere: Der 17-jährige stieg Anfang der Saison vom Kart direkt ins Formel-3-Monoposto um, ein ungewöhnlicher Schritt. Und jetzt fährt er freitags bei den Grands Prix bereits ein Formel-1-Auto des Red-Bull-Nachwuchsteams Toro Rosso und hat dort für 2015 einen Fahrervertrag. Verstappens Kontrahent Tom Blomqvist blickt auf fünf Saisonsiege, vier zweite und drei dritte Plätze zurück – und auf eine bemerkenswerte Konstanz. In 26 von 30 Rennen holte der 20-Jährige Punkte. Mit guten Erinnerungen an den Hockenheimring kommt der Vierte der Fahrerwertung (305 Punkte), Lucas Auer, zum Formel-3-Finale. Der Neffe von Gerhard Berger holte dort im Mai seinen ersten von zwei Saisonsiegen.

Porsche Carrera Cup Deutschland: Meistertitel noch offen
Er ist der Traditionspartner der DTM schlechthin: der Porsche Carrera Cup. Seit 1990 würzt der Markenpokal mit den spektakulären Renn-Elfern das Rahmenprogramm. Im 25. Jahr ist das Starterfeld mit 37 Cup-Fahrzeugen, die auf der aktuellen Baureihe des 911 beruhen, prall gefüllt. Zwei Sprintrennen werden pro Wochenende ausgetragen, dabei sind noch 40 Punkte zu vergeben. Mit 208 Punkten hat der Österreicher Philipp Eng die besten Chancen auf den begehrten Meistertitel. Für Eng ist Hockenheim ein Heimrennen: Er lebt seit ein paar Jahren in Stuttgart. Drei Siege und fünf weitere Podestplatzierungen stehen bislang zu Buche. Doch der Bayer Michael Ammermüller ist ihm mit 197 Zählern dicht auf den Fersen. Der ehemalige Formel-1-Testfahrer gewann im 460 PS starken Cup-Porsche vier Saisonläufe und stand vier weitere Male auf dem Podium. Nur mehr theoretische Chancen hat der zweimalige Laufsieger Christian Engelhart aus Kösching nahe Ingolstadt. Ihm fehlen auf Spitzenreiter Eng schon 32 Zähler.

Auf dem vierten Gesamtrang liegt vor dem Finale ein junger Mann aus der Nachwuchsförderung von Porsche. Einmal mehr hat der Sportwagenbauer aus Zuffenhausen ein gutes Händchen bei der Talentauswahl gezeigt. Sven Müller, gerade 22 Jahre jung, konnte sich in seinem ersten Ausbildungsjahr mit zwei zweiten und zwei dritten Plätzen beachtlich in Szene setzen und gewann die Rookie-Wertung für Neueinsteiger mit weitem Abstand. Im internationalen Porsche Supercup holte Müller zuletzt in Monza sogar schon seinen ersten Sieg. Im Carrera Cup darf sich das Talent aus Bingen mit 156 Punkten noch berechtigte Hoffnungen auf den dritten Rang in der Gesamtwertung machen. Seine beiden Junior-Kollegen im zweiten Förderungsjahr, Connor de Phillippi und Alex Riberas, liegen auf den Plätzen acht und neun – wobei de Phillippi die Saison mit einem Premierensieg krönen konnte.

VW Scirocco R-Cup: Abschiedsrennen des Markenpokals mit adligen Piloten im Starterfeld
Der Volkswagen Scirocco R-Cup gibt in Hockenheim seine Abschiedsvorstellung. Über fünf Jahre begeisterte der Markenpokal mit actionreichen Rennen und einer tollen Mischung des Starterfeldes aus erfolgshungrigen Nachwuchspiloten und prominenten Gaststartern. Wie schon beim Saisonauftakt in Hockenheim sorgt auch beim Finale der Name Pierre Casiraghi für einen gewissen Glamourfaktor. Im Mai hatte der Sohn von Prinzessin Caroline von Monaco seine Rennauto-Premiere im erdgasbetriebenen Cup-Scirocco gefeiert. Am kommenden Wochenende wird ein zweiter Adelsspross im VW-Cockpit Platz nehmen: Albert von Thurn und Taxis. Der deutsche Fürst verfügt allerdings über ungleich mehr Erfahrung. Als Höhepunkt seiner Rennfahrerkarriere gewann er 2010 den Meistertitel im ADAC GT Masters.

Der Champion des Volkswagen Scirocco R-Cup 2014 steht schon vor dem Finale fest. Der Südafrikaner Jordan Lee Pepper hat nach dem neunten Saisonlauf auf dem Nürburgring 50 Punkte Vorsprung auf den Deutschen Jason Kremer und kann aufgrund von fünf Saisonsiegen nicht mehr von der Spitze verdrängt werden. Der zweifache Laufsieger Kremer muss quasi in den Rückspiegel blicken, denn er hat als Zweiter der Wertung nur sechs Punkte Vorsprung auf den Schweden Victor Bouveng. Dass der Spaßfaktor bei allen Beteiligten hoch ist, garantiert die Push-to-pass-Funktion des Cup-Scirocco: Auf Knopfdruck kann der Fahrer kurzzeitig zusätzliche 50 PS aus dem 235 PS starken Zweiliter-Triebwerk abrufen, Überholmanöver am laufenden Band sind die Folge.

Ticketkauf zu Vorverkaufspreisen über Print @Home bis zum Rennsonntag möglich
Das Print @Home-Verfahren macht’s möglich: Auch Kurzentschlossene können Tickets fürs DTM-Finale zu den reduzierten Vorverkaufspreisen erwerben. Denn dank Print @Home kann man die Eintrittskarten sicher und bequem von zu Hause über die offiziellen Websites www.dtm.com oder www.hockenheimring.de kaufen und anschließend ohne zusätzliche Gebühren selbst ausdrucken – auch noch am Rennsonntag. Das gilt auch für das beliebte Family-Ticket, das an den Tageskassen prinzipiell gar nicht mehr angeboten wird. Es kostet für zwei Erwachsene und zwei Kinder bis einschließlich 14 Jahre in der Kategorie Bronze 105 Euro (inklusive Fahrerlagerzugang). Wer sich allerdings einen bestimmten Tribünenplatz sichern möchte, sollte sich jetzt sputen.

Das günstigste Wochenendticket ist bereits für 26 Euro (Tageskasse: 30 Euro) zu haben. Fahrerlagertickets kosten für alle Kategorien 25 Euro (Tageskasse: 30 Euro). Vorverkaufstickets sind bis einschließlich Donnerstag, 16. Oktober, außerdem erhältlich über die DTM-Ticket-Hotline unter 01806 456 456 (0,20 Euro/Anruf inkl. MwSt. aus dem dt. Festnetz/max. 0,60 Euro/Anruf inkl. MwSt. aus dem dt. Mobilfunknetz) oder die Ticket-Hotline des Hockenheimrings unter 06205 950 222. Ab Freitag, den 17. Oktober, sind dann die Tageskassen am Hockenheimring geöffnet.