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Erst sichern, dann melden und dann helfen - Sportwarteschulung in Theorie und Praxis

13.02.2018 Kategorie: Hockenheimring

Die Sportwarte des Badischen Motorsport Clubs (BMC) Hockenheim gehen gut vorbereitet in die Neue Motorsport Saison 2018. Die Schulung war in diesem Jahr an zwei Sonntagen angesetzt. Trotz Schneefalls und kalten Temperaturen kamen am ersten Sonntag 120 Sportwarte und am zweiten Sonntag 60 Sportwarte zur traditionellen BMC Schulung. Für viele war es eine Wiederholung, für die Neuen ist es die Grundausbildung, denn ohne diese Ausbildung kann und darf heute kein Sportwart mehr an der Rennstrecke seinen Dienst verrichten. In der ersten Gruppe schulte BMC Präsident Jörg Bensemann den Sinn und Zweck der Streckensicherung. Die Sicherheit für alle an einer Motorsport-Veranstaltung beteiligten hat größte mögliche Priorität. Dazu gehört auch der Grundsatz der Streckensicherung: Erst sichern, dann melden, dann helfen. Grundsätzlich gilt: Die Sicherheit der eigenen Person steht an erster Stelle. Der Streckenposten ist der vor der Veranstaltung im Streckenabnahme-Protokoll/in der Rennstreckenlizenz festgelegte Standort, auf dem folgende Sportwarte der Streckensicherung eingesetzt werden, wie der Streckenposten-Leiter, Streckenbeobachter, Telefonist, Streckenwart, Sanitäter und der Brandbekämpfer. In der Gruppe zwei gab es die Unterweisung der verschiedenen Flaggen und Beispielvideos von Rennstrecken, fachkundig von Heike Schüssler erklärt. Die dritte Gruppe war in der Boxengasse am Werk. Hier erklärte Markus Vogelsang die Arbeit der DMSB Staffel und was sich so alles in einem Einsatzfahrzeug des der DMSB Staffel befindet. Natürlich wurde auch gezeigt, wie man aus einem Rennfahrzeug einen verunglückten Fahrer herausholt. In der Boxenanlage zeigten Sportleiter Marcel Fitterer, Heiko Ruder und David Hagenbuch wie man ein verunglücktes Motorrad aus einem Kiesbett richtig aufhebt und was dabei alles zu beachten ist. In der In der Race Control gab es die Unterweisung von Thomas Kaltenbrunner, wie korrekte Funkmeldungen während einer Veranstaltung aussehen müssen. Nach der Mittagspause kam der praktische Teil auf der Rennstrecke, mit Flaggen und was bei einem Unfall so alles zu beachten ist, ebenso wie das Üben des richtigen Funkspruchs.

Im BW Center wurde mit der nächsten Gruppe die erste Hilfe mit der Helmabnahme, stabile Seitenlage und Betreuung von verunglückten Fahrern durch Uwe Hamm und Uwe Karl vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) geübt. Auf der Betonplatte hinter dem Ernst-Wilhelm-Sachs-Haus war die Praxis der Brandbekämpfung und der korrekte Einsatz von Feuerlöschern an der Reihe. Hierbei zeigten Rainer Kietz, Thomas Flach und Jonas Scheer von der Freiwilligen Feuerwehr Hockenheim (FFH), wie man ein brennendes Fahrzeug richtig löscht. Für jede Gruppe waren für die Übungen etwa 30 Minuten vorgesehen. Eine Schulung, die bei allen Sportwarten sehr gut ankam. Zum Schluss gab es für alle Teilnehmer die Ausbildungsnachweise.

Text und Fotos: Franz Hoffmann