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Der zweimalige Champion meldet sich zurück

04.05.2013 Kategorie: DTM

Der Startschuss für die DTM-Saison 2013 ist gefallen. Das Auftakt-Qualifying auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg entschied Timo Scheider im Audi RS 5 DTM für sich. Der DTM-Champion von 2008 und 2009 startet am Sonntag von der Pole-Position. Der 34-Jährige benötigte für den 4,574 Kilometer langen Kurs 1:35,918 Minuten und verwies den Brasilianer Augusto Farfus (BMW) und Christian Vietoris (Mercedes-Benz) auf die Plätze zwei und drei.

Für Scheider ist es bereits die elfte Pole in der DTM. „Ich bin extrem happy. Das ist ein perfekter Start in die Saison. Heute haben wir eine richtig gute Runde hinbekommen. Mal schauen, wie viele gute es am Sonntag im Rennen werden", sagte Scheider nach dem Qualifying, das nach anhaltendem Regen auf nasser Strecke begonnen hatte. Die Bedingungen verbesserten sich aber stetig und der Asphalt trocknete zum Ende hin ab.

Farfus, der das Rennen in seinem BMW M3 DTM neben Scheider aus der ersten Startreihe beginnen wird, äußerte sich ebenfalls zufrieden über sein Qualifikationsergebnis: „Das war ein schwieriges Qualifying mit wechselnden Bedingungen. Ich habe es gut hinbekommen und bin mit Platz zwei sehr zufrieden. Das wird spannend morgen, gerade mit den neuen Features Options-Reifen und DRS.“

Der Rückstand von Christian Vietoris im DTM Mercedes AMG C-Coupé auf die Tagesbestzeit betrug 0,276 Sekunden. Vietoris sagte: „Wir wussten nicht, wo wir stehen. Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Das Team hat einen tollen Job gemacht. Ich habe im finalen Qualifying-Abschnitt gepusht, aber Augusto und Timo leider etwas mehr.“

Ärgerlich endete das Qualifying für Robert Wickens (Mercedes-Benz). Zum ersten Mal in seiner DTM-Karriere schaffte es der Kanadier in die letzte Runde des vierstufigen Qualifyings, dort überfuhr er im Kampf um Platz eins jedoch mit allen Reifen die Streckenbegrenzung, woraufhin seine Rundenzeit von der Rennleitung gestrichen wurde. Hinter dem Schweden Mattias Ekström (Audi) auf Platz fünf landeten die beiden großen Titel-Konkurrenten des Vorjahres, Gary Paffett (Mercedes-Benz) und DTM-Champion Bruno Spengler (BMW) auf den Rängen sechs und sieben. „Die Sieben war meine Startnummer in 2012, von daher ist das Ergebnis gar nicht so schlecht“, erklärte Spengler mit einem Schmunzeln.

Eine beeindruckende Leistung zeigte der jüngste Fahrer seit der Gründung der DTM, Pascal Wehrlein (Mercedes-Benz). Der 18-Jährige wurde bei seinem ersten DTM-Qualifying Achter.

Die DTM boomt, und sogar der dreimalige Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel ließ es sich nicht nehmen, das erste Qualifying des Jahres an der Strecke aus nächster Nähe zu verfolgen. Wie seine Kollegen Nico Rosberg und Nico Hülkenberg beobachtete Vettel die Qualifying-Premiere von Timo Glock (BMW), die der ehemalige Formel-1-Pilot auf Platz 15 beendete. „Es ist richtig schade, dass ich nicht weiter vorn gelandet bin. Ich fühlte mich sehr wohl im Auto, aber wir müssen den Reifen noch verstehen lernen, gerade bei nassen Bedingungen", sagte Glock.

Zwei technische Neuerungen kommen am Sonntag erstmals im Rennen zum Einsatz: Das Drag Reduction System (DRS), bei dem die Fahrer vom Cockpit aus kurzfristig ihren Heckflügel verstellen und damit ihre Höchstgeschwindigkeit erhöhen können, sowie der Options-Reifen, der sich durch eine weichere Gummimischung vom gewohnten DTM-Pneu unterscheidet und für einen gewissen Zeitraum um rund 1 bis 1,5 Sekunden schnellere Rundenzeiten ermöglicht. 

Das erste Rennen der Saison über 42 Runden und 192,108 Kilometer beginnt am Sonntag um 13:30 Uhr (MEZ). Die ARD überträgt bereits ab 13:15 Uhr live.