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ADAC Masters Weekend mit 14 Rennen an zwei Tagen

23.09.2011 Kategorie: ADAC GT Masters

Die Spannung steigt: Viele Titelentscheidungen in Hockenheim

ADAC Masters Weekend vom 30.09. - 02.10.2011
Die Positionen für die große PS-Party beim Finale des ADAC Masters Weekend in Hockenheim sind bezogen. Beim vorletzten ADAC Masters Weekend im niederländischen Assen am vergangenen Wochenende entschied sich, wer beim großen Showdown im badischen Motodrom noch ein Wort um die Titelvergabe mitspricht: Denn in Hockenheim stehen noch drei Titelentscheidungen aus - und das gleich an zwei Tagen. Denn das abwechslungsreiche Programm des ADAC Masters Weekend mit einem Mix aus den Supersportwagen im ADAC GT Masters, den Stars von Morgen im ADAC Formel Masters und dem ATS Formel-3-Cup und den Türklinkenduelle der Tourenwagen in der ADAC Procar begeistert die Zuschauer am Samstag und Sonntag mit spannenden Rennen.

Dreikampf um die ADAC GT Masters-Krone
Die bis zu 550 PS starken Supersportwagen des ADAC GT Masters stehen bei den Fans in der ersten Startreihe. Und denen wird beim Finale in Hockenheim ein Feld geboten, das seinesgleichen sucht. Mehr als 40 GTBoliden von neun verschiedenen Herstellern, darunter Ferrari, Lamborghini, Porsche, BMW, Mercedes und Audi sorgen in der „Liga der Supersportwagen“ für ein neues Rekordstarterfeld. Sechs Fahrer mit BMW ALPINA, Lamborghini und Audi R8 kämpfen in der bisher packendsten Saison des ADAC GT Masters noch um den Titel. Mit dem dritten Saisonsieg beim vorletzten Lauf haben sich der ehemalige DTM-Fahrer Alexandros Margaritis (GR) und sein Fahrerkollege Dino Lunardi (F) im BMW ALPINA B6 in der Meisterschaft einen Vorsprung von 28 Punkten verschafft. Der Vorsprung ist solide, allerdings sind in den beiden Rennen in Hockenheim noch maximal 50 Punkte für die Sieger zu vergeben. Auf den Fersen der Tabellenführer sind Ferdinand und Johannes Stuck (beide A), die Söhne von Rennsportlegende Hans-Joachim „Striezel“ Stuck. Vier Siege fuhren die Stuck-Brüder in der Saison 2011 bereits ein, ein weiterer könnte auf der Zielgeraden der Meisterschaft in Hockenheim noch die Wende im Titelkampf bringen.

Titelchancen hat auch noch Abt-Audi-Pilot Christopher Mies. Der amtierende ADAC GT Masters-Vizemeister liegt vor dem Finale drei Punkte hinter den Stuck-Brüdern und startet in Hockenheim gemeinsam mit Christer Jöns. Im Titelrennen ist auch noch Luca Ludwig, der Sohn von Tourenwagenlegende Klaus Ludwig. In den beiden Rennen in Hockenheim hat Ludwig einen Teamkollegen mit bester Streckenkenntnis: Lokalmatador Jens Klingmann aus Leimen teilt sich den Abt-Audi mit dem 22-Jährigen Nachwuchstalent. Ein weiterer Lokalmatador kämpft nicht mehr um den Meistertitel. Andreas Wirth aus Heidelberg will die Saison aber als bestplatzierter Mercedes-Fahrer abschließen, nachdem der 26- Jährige beim Rennen auf den Nürburgring bereits für den ersten Sieg des Mercedes Benz SLS AMG im ADAC GT Masters sorgte.

Die meisten Daumen werden aber beim Finale für Swen Dolenc aus Maulbronn gedrückt. Der Porsche-Fahrer ist Mitglied des MSC Weingarten, dem Veranstalter des ADAC Masters Weekend in Hockenheim. Dolenc kann die Unterstützung seines Clubs in den beiden Finalläufen auch gut gebrauchen, denn der 43-Jährige kämpft noch um die Amateurwertung im ADAC GT Masters. Den Sprung unter die Top-10 der Amateure will in Hockenheim auch noch der Teamkollege von Dolenc, Otto Klohs aus Ludwigshafen in einem Porsche 911 schaffen. In der Amateurwertung haben Dolenc und Klohs einen prominenten Gegner: Skisprunglegende Sven Hannawald kämpft ebenfalls um Punkte in der Amateurwertung und erhält dabei in einer Corvette von Callaway Competition aus Leingarten bei Heilbronn Schützenhilfe vom ehemaligen Formel 1-Vizeweltmeister Heinz-Harald Frentzen.

Motorsportstars zum „Anfassen“
Für die Fans bietet sich in Hockenheim eine hervorragende Gelegenheit mit ihren Idolen auf Tuchfühlung zu gehen. Denn auch außerhalb der Autogrammstunde am Samstagnachmittag im Fahrerlager stehen die Chancen gut, eine der begehrten Unterschriften von Stars wie Heinz-Harald Frentzen, Sven Hannawald oder dem amtierenden Champion Albert von Thurn und Taxis zu ergattern.

„Stars von Morgen“ im ADAC Formel Masters
In der Formel-Schule des ADAC wird es auf der Zielgeraden der Meisterschaft nochmals richtig spannend. Sah Tabellenführer Pascal Wehrlein schon fast wie der sichere Titelträger aus, rückt die Tabellenspitze in der ADAC Formel Masters powered by Volkswagen zum Finale nochmals näher zusammen. Mücke Motorsport-Fahrer Wehrlein verpasste in den letzten drei Rennen in Assen den Sprung auf das Podium, die Verfolger Emil Bernstorff (GB) und Sven Müller teilten die Siege in den Niederlanden unter sich auf. Mit seinem bisher besten Saisonergebnis fuhr sich Lucas Wolf aus Mörlenbach zuletzt für sein Heimspiel warm: Das 17-Jährige Nachwuchstalent schaffte mit den Plätzen zwei und drei im niederländischen Assen erstmals in dieser Saison den Sprung auf das Podium.

Alles klar für Richie Stanaway im ATS Formel-3-Cup
Vorzeitig entschieden ist der ATS Formel-3-Cup. Der Neuseeländer Richie Stanaway sicherte sich in Assen im Dallara-Volkswagen von Van Amersfoort Racing den Titel, nachdem Titelkontrahent Marco Sörensen (DK) nicht am Start war. Die Finalläufe verlieren dennoch nichts von ihrer Spannung, denn alle Piloten wollen nochmals die letzte Chance nutzen, sich für die Saison 2012 zu empfehlen. Dazu gehören auch Markus Pommer aus Heilbronn, der mit Mercedes-Benz Power an den Start geht, und Riccardo Brutschin aus Waiblingen, dessen Dallara von einem Volkswagen-Motor angetrieben wird.

ADAC Procar sucht den Vizemeister
Johannes Leidinger aus dem LIQUI MOLY Team Engstler ist seinen Teamkollegen Alexandros Margaritis und Dino Lunardi aus dem ADAC GT Master schon einen Schritt voraus. Der BMW-Pilot sicherte sich vorzeitig den Meistertitel in der Division 1 der ADAC Procar. Wer den Vizetitel holt, entscheidet sich in Hockenheim zwischen Jens Weimann im BMW 320i und dem Schweizer Peter Rikli im Honda Civic. Vollkommen offen ist noch das Titelduell in der Division 2, Niels Mierschke (Ford) liegt nur neun Punkte vor Guido Thierfelder (Peugeot).

Zwei Kult-Markenpokale: Lamborghini Blancpain Super Trofeo und MINI Challenge
Für das letzte ADAC Masters Weekend der Saison hat der veranstaltende MSC Weingarten unter Leitung von Jürgen Fabry zudem zwei attraktive Gastserien eingeladen. In der Lamborghini Blancpain Super Trofeo treten 570 PS starke Lamborghini Gallardo gegeneinander ein. Mit weniger PS, aber nicht minder spektakulär, gehen in Hockenheim die MINI Cooper der MINI Challenge an den Start

Faire Eintrittspreise, freier Eintritt für Kinder
Die Fans dürfen sich nicht nur über insgesamt 14 Rennen an zwei Tagen, sondern auch über faire Eintrittspreise freuen. 15 Euro kostet das Tagesticket, das den Zugang zum fanfreundlichen Fahrerlager und allen geöffneten Tribünen beinhaltet. Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre haben freien Eintritt in Begleitung eines zahlenden Erwachsenen. Karten sind an der Tageskasse erhältlich.