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ADAC GT Masters: Lokalmatadore wollen heimischem Publikum ein spannendes Finale liefern

23.09.2013 Kategorie: ADAC GT Masters
  • Heimspiel auf der Zielgeraden
  • Fünf Serien küren ihre Meister
  • Rennerlebnis auf und neben dem Kurs

Heimspiel auf der Zielgeraden
Das Feld des ADAC GT Masters ist beim Rennen auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg (27. bis 29.09.) gespickt mit jeder Menge Fahrern aus der Region, die bei ihrem Heimrennen Bestleistungen abrufen wollen. Sie alle freuen sich auf die Kulisse aus Freunden, Familie, Sponsoren und Fans, die ein Heimrennen stets zu etwas Besonderem macht. Doch trotz aller Vorfreude: Wer an Hockenheim denkt, denkt auch an die Parabolika. Vor der langen Geraden haben auch die Starter in der „Liga der Supersportwagen“ mächtigen Respekt.

Nur 15 Minuten von der Garage in Speyer bis in die Boxengasse, damit hat David Jahn wahrscheinlich die kürzeste Anreise zum Hockenheimring. Der 22-Jährige ist erst Ende August beim Team Farnbacher Racing in das ADAC GT Masters eingestiegen und bei seinen bisherigen vier Rennen mit zwei elften und einem zwölften Platz schon dreimal ganz knapp an den Top Ten vorbeigeschrammt. Genau die will er nun im Porsche 911 beim Finale erreichen. „Ich kenne die Strecke gut und mag sie sehr – aber die lange Gerade wird alle Teams vor große Herausforderungen stellen“, urteilt David Jahn über den badischen Grand-Prix-Kurs, gibt sich aber zugleich optimistisch: „Ich denke, mit dem Porsche sind wir ganz gut aufgestellt. An den Top Ten wollen wir kratzen.“

Mit Markus Winkelhock kehrt ein Spross einer Motorsport-Dynastie zurück an den Hockenheimring. „Finale vor heimischer Kulisse, das ist für jeden Rennfahrer das Größte“, sagt der 33-jährige amtierende FIA-GT1-Weltmeister. Er startet für den Frankfurter Rennstall Prosperia C. Abt Racing, genauso wie der derzeit Fünftplatzierte René Rast (Frankfurt). Nachdem Winkelhock bei den vergangenen zwei ADAC GT Masters Stationen jeweils auf dem Podest landete und als Neunter der Gesamtwertung ins Finale geht, lässt er keinen Zweifel an seinen Ambitionen für Hockenheim: „Das Podium ist unser Ziel.“

Mit Sebastian Asch kommt ein weiterer bekannter Name ins badische Motodrom. Bisher lief die Saison für den 26-Jährigen aus Ammerbuch wenig glücklich. Der Titelverteidiger muss sich in diesem Jahr mit einem Platz im Mittelfeld begnügen, auf Rang 26 der Gesamtwertung reist er zum Finale. In Hockenheim will er aufs Podium. Immerhin gelang ihm vor genau einem Jahr an gleicher Stelle im letzten Rennen ein Sieg und damit der perfekte Saisonabschluss als ADAC GT-Masters- Champion. Vielleicht kann ihm sein Vater,Tourenwagenlegende Roland Asch, die entscheidenden Tipps geben. „Bei der technischen Abstimmung des Fahrzeugs ist man letztlich auf sich gestellt, aber gerade in taktischen Fragen sind die Erfahrungen meines Vaters eine echte Hilfe“, sagt Asch, der im Audi R8 mit seinem Team MS Racing vor heimischer Kulisse auf einen versöhnlichen Saisonabschluss zusteuert.

Nur einen Platz besser als Sebastian Asch, nämlich auf Rang 25 der Gesamtwertung reist Andreas Wirth mit seinem Team Callaway Competition an. Für ihn gibt es nach einer ziemlich frustrierenden Meisterschaft nur eine Devise: „Die Saison mit einem Highlight zu beenden, muss unser Ziel sein. Wir wollen punkten und so weit vorn wie möglich stehen.“ Nicht nur für den Heilbronner sondern auch für sein Team ist das Finale ein Heimrennen und stets ein großer Event mit Freunden, Sponsoren und Fans. „Über mangelnde Unterstützung werden wir uns nicht beschweren können“, ist sich der 28-Jährige sicher.

Hochspannung ist also vorprogrammiert – und damit den Zuschauern auch keine wichtige Szene und kein entscheidendes Manöver entgeht, werden am Hockenheimring zum ersten Mal beim ADAC GT Masters zwei große Videoleinwände platziert, so dass das Renngeschehen von allen Plätzen aus bestens zu beobachten sein wird.

Fünf Serien küren ihre Meister
Nicht nur die Supersportwagen des ADAC GT Masters werden vom 27. bis 29. September auf dem Hockenheimring ihr Finale bestreiten. Das Publikum kann sich beim „Großen Preis von Weingarten“ auf zwei vollwertige Renntage mit insgesamt zwölf Rennen in fünf Serien freuen. Denn auch die „jungen Wilden“ des ADAC Formel Masters, die Starter in Deutschlands stärkster Formel-Serie, dem ATS Formel 3 Cup, die Konkurrenz der Deutschen Tourenwagen Challenge des DMSB - ADAC Procar sowie die Starter der Mini Trophy machen Jagd auf die letzten Meisterschaftspunkte der Saison 2013 und werden am Sonntag ihre Meister küren.

Rennerlebnis auf und neben dem Kurs
Die Internationale Drift Serie wird direkt hinter der Mercedes-Tribüne ihr Finale im K.O.-System ausfahren – schnell, präzise, elegant und natürlich schön quer! Das alles unter den kritischen Augen einer Jury, die die Gesamtperformance begutachtet– das ist wie eine Eiskunstlauf-Kür auf Asphalt, nur eben mit quietschenden Reifen und packenden Duellen, Stoßstange an Stoßstange. Infos: www.driftsports.de

Weniger quer, aber maximalen Spaß verspricht die Carrera Challenge Tour. Hier kann jeder mit den Rennwagen im Miniformat auf der Modellbahn sein rennfahrerisches Können unter Beweis stellen. Infos: www.carrera-toys.com

Wer selbst einmal die Kräfte eines Rennboliden spüren möchte, sollte beim großen Gewinnspiel mitmachen. Das Frankfurter Team Prosperia C. Abt Racing wird mit dem Sieger im Audi R8 über die Parabolika jagen. Die Teilnahmebedingungen stehen auf der Seite des MSC Weingarten unter www.msc-weingarten.de

Das Wichtigste in Kürze
Termin: 27.-29.09.2013 – ADAC GT Masters „Großer Preis von Weingarten“ am Hockenheimring; zwölf Rennen in fünf Serien – Finale in allen Serien.

ADAC GT Masters im TV
Die Rennen des ADAC GT Masters werden auf Kabel eins am Samstag und Sonntag jeweils um 12.00 Uhr live übertragen. Highlights des Rennwochenendes gibt es am Montag um 2:10 Uhr auf Kabel ein, Montag um 18:30 Uhr auf N24 sowie Samstag um 9:15 Uhr auf SPORT1.

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