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22 DTM-Piloten, ein Ziel: ein Traumergebnis beim Finale

04.10.2013 Kategorie: DTM

Die Titelentscheidung ist gefallen. Zum Saisonfinale der populärsten internationalen Tourenwagenserie von 18. bis 20. Oktober kommt Mike Rockenfeller als frisch gekürter DTM-Champion an den Hockenheimring Baden-Württemberg. Dem 29 Jahre alten Audi Werksfahrer aus Neuwied reichte beim vorletzten Saisonlauf in Zandvoort der zweite Platz, um seine Rennfahrerkarriere mit dem DTM-Titel zu krönen. „Glückwunsch an Mike zum hoch verdienten Gewinn des Titels“, sagte Rockenfellers größter Rivale Augusto Farfus (BMW): „Er hatte eine brillante Saison, vor seiner Leistung ziehe ich meinen Hut.“

Der Champion steht bereits fest, aber auf die Zuschauer, die am dritten Oktober-Wochenende an den Traditionskurs im Badischen kommen, warten weitere spannende Entscheidungen. Drei renommierte DTM-Mannschaften kämpfen um den Gewinn der Teamwertung. Die unter den Premiummarken begehrte Herstellerwertung ist ebenfalls noch offen. Audi oder BMW – das ist hier die Frage. Und schließlich tragen auch die DTM-Partnerserien ihre Finalrennen aus: die FIA Formel-3-Europameisterschaft, der Porsche Carrera Cup Deutschland und der Volkswagen Scirocco R-Cup.

Für die 22 DTM-Piloten geht es in Hockenheim aber nicht nur um die noch offenen Entscheidungen in der Team- und Herstellerwertung. Alle wollen auf der beliebten Rennstrecke mit ihrer einmaligen Stadionatmosphäre im Motodrom persönlich noch einmal zeigen, was sie können, und sich mit einem guten Ergebnis in die Winterpause verabschieden. Farfus, der Platz zwei in der Gesamtwertung bereits sicher hat, würde gern nach Oschersleben und Zandvoort den dritten Sieg in Folge feiern – und die Saison so abschließen, wie er sie begonnen hat: mit einem Erfolg in Hockenheim. „Ich habe keinen Grund, enttäuscht zu sein“, sagte der 30 Jahre alte Brasilianer: „Mein zweites Jahr in der DTM war sehr stark.“

Der entthronte Titelverteidiger Bruno Spengler (BMW) machte in Zandvoort nach seiner vierten Zähler-Nullrunde in Folge eine klare Ansage. „Jetzt gilt es, in Hockenheim Vollgas zu geben, um für BMW so viele Punkte wie möglich zu holen“, erklärte der Markenkollege von Augusto Farfus, der im vorigen Jahr beim Finale in Hockenheim den Titel gewonnen hatte. Auch der DTM-Champion von 2005, der Brite Gary Paffett (Mercedes-Benz), fühlt sich unter Wert geschlagen und sagt: „Für das Saisonfinale bei unserem Heimrennen in Hockenheim wünsche ich mir nun, wieder vorne dabei zu sein und die Saison mit einem Erfolgserlebnis zu beenden.“

Die vier Neuen der DTM: Höhen und Tiefen für Timo Glock
Schließlich sind auch die vier Fahrer, die vor einem halben Jahr in Hockenheim ihr DTM Debüt gefeiert hatten, heiß auf einen guten Saisonabschluss an gleicher Stelle. Der ehemalige Formel-1-Pilot Timo Glock (BMW) hat unweit seiner Heimat Odenwald noch eine Rechnung offen. Der BMW-Pilot lag in seinem ersten DTM-Rennen nämlich auf Punktekurs, bis ihn ein beim Boxenstopp nicht richtig befestigtes Rad stoppte. Glocks erste DTM-Saison hatte Höhen und Tiefen, das absolute Highlight war der dritte Platz in Österreich. In Hockenheim soll jetzt noch ein positiver Abschluss herausspringen.

Bester Rookie ist Glocks Teamkollege Marco Wittmann – weil er schon ein bisschen Erfahrung hatte. Der 23-jährige Franke war vor seiner Beförderung in ein BMW-Stammcockpit ein Jahr lang Test- und Entwicklungsfahrer der Münchener. In neun Rennen fuhr Wittmann sechs Mal in die Punkte, in Spielberg wurde er Zweiter, zuletzt in Zandvoort stand er erstmals auf der Pole-Position. Mit 49 Punkten liegt er auf Rang acht der Gesamtwertung.

Einen schweren Stand hatten die beiden Mercedes-Junioren Daniel Juncadella und Pascal Wehrlein. Der Spanier war 2012 Formel-3-Europameister und Champion der Formel 3 Euro Serie, in der Wehrlein auf Platz zwei gelandet war. Vor dem DTM-Saisonfinale stehen bei Juncadella zwei gute Platzierungen – Vierter am Lausitzring, Sechster auf dem Norisring – sieben Rennen ohne Punkte gegenüber. 20 Zähler und Rang 14 der Wertung, so lautet die Bilanz des Spaniers. Der 18-jährige Wehrlein, der aus Sigmaringen stammt, sammelte drei Punkte, zeigte aber fast über die gesamte Saison stabile Leistungen. Der jüngste Fahrer der DTM-Geschichte verpasste gleich drei Mal als Elfter nur knapp die Punkteränge. An den Saisonstart in Hockenheim denkt Wehrlein gern zurück, hatte er doch gleich bei seiner DTM-Premiere 16 Runden lang das Rennen angeführt.

Team- und Herstellermeisterschaft noch offen
In der Teamwertung liegt die Phoenix-Crew von Ernst Moser mit 151 Punkten vorn. Neben Champion Rockenfeller sammelte Miguel Molina neun Punkte für das Audi Sport Team Phoenix. Nur drei Zähler zurück liegt das BMW Team RBM von Bert Mampaey mit den Piloten Augusto Farfus und Joey Hand. Auch das Team STIHL/AMG Mercedes hat mit den Fahrern Robert Wickens und Christian Vietoris bei 141 Zählern noch Chancen.

In der Herstellerwertung ist es noch Duell. Derzeit liegt Audi mit 325 Punkten vor BMW (317). BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt verspricht: „Auch wenn die Fahrerwertung nun entschieden ist, wollen wir den Fans beim Saisonabschluss in Hockenheim eine tolle Show bieten und in der Hersteller- sowie in der Teamwertung am Schluss ganz vorne stehen.“

Tickets im Vorverkauf günstiger
Im Vorverkauf sind die familienfreundlichen Ticketpreise noch günstiger. Das beliebte Family-Ticket gibt es exklusiv im Vorverkauf. Es kostet für zwei Erwachsene und zwei Kinder bis einschließlich 14 Jahre in der Kategorie Bronze 105 Euro, inklusive des begehrten Fahrerlagerzugangs. Das günstigste Wochenendticket ist schon für 26 Euro (Tageskasse 30 Euro) zu haben. Fahrerlagertickets kosten für alle Ticketkategorien im Vorverkauf 25 Euro (Tageskasse 30 Euro).
Tickets sind erhältlich über die DTM-Ticket-Hotline unter 01806 456 456 (0,20 Euro/Anruf inkl. MwSt. aus dem dt. Festnetz/max. 0,60 Euro/Anruf inkl. MwSt. aus dem dt. Mobilfunknetz) oder die Ticket-Hotline des Hockenheimrings unter 06205 950 222, im Internet über die offiziellen Websites www.dtm.com und www.hockenheimring.de sowie über alle Vorverkaufsstellen von CTS Eventim. Mit dem Print@Home-Verfahren können die Tickets auch sicher und bequem von zu Hause aus über www.dtm.com gekauft und anschließend selbst ausgedruckt werden.